Der Bereich „Info“ – besser bekannt als LinkedIn-Zusammenfassung – ist ein Textfeld mit bis zu 2.600 Zeichen, das sich prominent am Anfang deines LinkedIn-Profils befindet. Sie ist dein dauerhafter Elevator Pitch: Auf einen Blick sollte klar werden, wem du hilfst, welchen Mehrwert du bietest und warum man dich kontaktieren sollte.

Warum deine Profil-Zusammenfassung wichtig ist
Recruiter, Einkäufer und Partner entscheiden schnell. Eine klare Zusammenfassung:
- Enthält relevante Keywords, die deine Sichtbarkeit in der LinkedIn-Suche und den Recruiter-Filtern verbessern.
- Die meisten Menschen überfliegen schnell — die ersten Zeilen müssen die Hauptarbeit leisten.
- Verleiht Persönlichkeit, die ein Lebenslauf nicht transportieren kann, und baut schon vor dem ersten Gespräch Vertrauen auf.
Laut LinkedIn erhalten Profile mit Foto bis zu 21× mehr Profilaufrufe und 9× mehr Kontaktanfragen, während Mitglieder mit mehr als fünf Skills bis zu 27× häufiger in Recruiter-Suchen gefunden werden.
Wie funktioniert der Info-Bereich?
Nutze diese Vier-Schritte-Struktur. Der Info-Bereich zeigt nur die ersten Zeilen (die Sichtbarkeit variiert je nach Gerät) vor „Mehr anzeigen" — bring das Wichtigste also nach vorne.
Hook (≤200 Zeichen) Beispiel: „Ich verwandle Daten in zweistelliges Wachstum für SaaS-Start-ups – frag mich wie.“
Beleg Teile zwei oder drei messbare Erfolge, z. B.
- „MQLs im Q3 um 58 % gesteigert.“
- „Churn von 7 % auf 4 % gesenkt.“
Mission + Skills Beschreibe, wem du hilfst, und baue relevante Keywords wie „lead generation", „Java" oder „ESG reporting" natürlich ein. Verwende Keywords natürlich; Keyword-Stuffing macht deine Zusammenfassung schwer lesbar und weniger effektiv.
Call to Action Schließe mit einer klaren Handlungsaufforderung ab: „Schreib mir für eine Demo“ oder „Lass uns vernetzen, wenn du ein Team skalierst.“
One-Liner-Beispiel Finanzanalyst, der durch Prozessautomatisierung 1,2 Mio. € eingespart hat – jetzt helfe ich CFOs im Mittelstand, ruhiger zu schlafen. Du brauchst mehr Platz? Fasse die Stichpunkte in 3–5 kurze Absätze zusammen, bleib aber unter 2.600 Zeichen. Formatierung ist wichtig: Weißraum, kurze Sätze und auch ein dezentes Emoji lockern den Text auf. Der LinkedIn Info-Bereich ist reiner Text—native Fett- und Kursivschrift werden nicht unterstützt. Unicode-Fettschrift existiert, schadet aber der Barrierefreiheit und dem Suchindex, nutze daher Großbuchstaben für Zwischenüberschriften. Prüfe die Vorschau auf dem Handy; viele Aufrufe kommen von Mobilgeräten.
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Best Practices
- Schreibe in der Ich-Form; halte Sätze unter 120 Zeichen.
- Gliedere den Text in Absätze mit ca. 3 Zeilen für bessere Lesbarkeit auf dem Handy.
- Starte mit Zahlen, nicht mit Adjektiven.
- Füge relevante Keywords natürlich ein; liste außerdem mehr als fünf Skills auf deinem Profil für bessere Auffindbarkeit.
- Beende mit einer klaren, spezifischen CTA.
- Korrekturlesen – Tippfehler schaden deiner Glaubwürdigkeit.
Typische Fehler: Die Stellenbeschreibung einfach kopieren, jeden Satz mit „Ich“ beginnen, zu viele Buzzwords, Keyword-Stuffing oder eine fehlende CTA. Halte deine Zusammenfassung fokussiert und menschlich.
Lies sie laut vor – klingt sie zu roboterhaft, überarbeite sie.
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Bonus-Tipp
Vorher/Nachher-Test: Füge alten und neuen Text in ein Word-Cloud-Tool ein – starke Skills sollten hervorstechen, Füllwörter in den Hintergrund treten.