LinkedIn Ads: Vollständiger Leitfaden für den erfolgreichen Start und Einsatz von Werbung
LinkedIn Ads: Complete Guide to Launching and Effectively Using Advertising in 2025
Kurzantwort

Im heutigen wettbewerbsintensiven digitalen Umfeld gehören LinkedIn Ads zu den wichtigsten Instrumenten im B2B-Marketing. Anders als andere Plattformen bietet LinkedIn ein professionelles Umfeld, in dem Entscheidungsträger, Führungskräfte und Branchenexperten aktiv miteinander interagieren. Dadurch ist Werbung auf LinkedIn ein besonders wertvoller Kanal für Unternehmen, die nicht nur Reichweite erzielen, sondern auch relevante Kontakte knüpfen und hochwertige Leads gewinnen möchten.

Wenn Sie überlegen, wie Sie auf LinkedIn werben können, erwartet Sie ein strukturierter und zugleich flexibler Prozess. Die Plattform bietet mehrere Anzeigenformate – von Sponsored Content im Feed über personalisierte Message Ads im Posteingang bis hin zu Text Ads und Dynamic Ads für gezielte Sichtbarkeit. Die Einrichtung erfolgt über den Campaign Manager, in dem Sie Ziele auswählen, Ihre Zielgruppe definieren und Gebote verwalten können.

So werben Sie auf LinkedIn, Beispiel für eine Messaging-Anzeige

Beispiel für eine Messaging-Anzeige

Budgetierung und Optimierung sind ebenso entscheidend. LinkedIn verursacht zwar höhere Kosten als Facebook oder Google, doch die präzisen Targeting-Möglichkeiten können bei gut verwalteten Kampagnen zu einem höheren ROI beitragen. Mit geeigneten Tests, der laufenden Verbesserung der Anzeigeninhalte und einer konsequenten Leistungsmessung können LinkedIn Ads das Wachstum fördern, die fachliche Positionierung einer Marke stärken und kontinuierlich Leads generieren.

Kurz gesagt: LinkedIn ist längst keine optionale Ergänzung mehr – für jedes B2B-Unternehmen, das nachhaltig wachsen möchte, ist die Plattform ein wichtiger Kanal.

Was sind LinkedIn Ads und wie funktionieren sie?

Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, was LinkedIn Ads sind und warum Marken sie trotz höherer Kosten gegenüber anderen Plattformen wählen, liegt der Grund in der klaren beruflichen Ausrichtung der Plattform. LinkedIn ist nicht einfach nur ein weiteres soziales Netzwerk, sondern ein Ort, an dem Menschen über Karriere, Branchen und Geschäftschancen sprechen. Dadurch bieten LinkedIn Ads eine wirkungsvolle Möglichkeit, Fachkräfte zu erreichen, die sich bereits mit geschäftlichen Themen, Wachstum und Entscheidungsprozessen befassen.

Doch wie funktioniert Werbung auf LinkedIn? Im Hintergrund basiert jede Anzeigenplatzierung auf einem Auktionssystem. Immer wenn ein Nutzer durch seinen Feed scrollt, eine Suche durchführt oder eine Seite aufruft, konkurrieren mehrere Werbetreibende um den jeweiligen Anzeigenplatz. Dabei gewinnt nicht immer derjenige, der am meisten zu zahlen bereit ist.

Stattdessen berücksichtigt LinkedIn drei Faktoren: Ihr Gebot, die erwartete Interaktionsrate der Zielgruppe und die Qualität Ihrer Anzeige. Wenn Ihre Anzeige relevant und überzeugend gestaltet ist, können Sie daher weniger bezahlen und zugleich bessere Ergebnisse erzielen.

Dieser Prozess ähnelt der Funktionsweise von Google Ads und Facebook Ads, der Kontext unterscheidet sich jedoch erheblich. Sehen wir uns die Unterschiede genauer an:

  • Google Ads richten sich nach der Suchabsicht. Nutzer suchen nach etwas Bestimmtem, häufig mit hoher Kaufabsicht, etwa nach der „besten Projektmanagementsoftware“.
  • Facebook Ads zielen auf Aufmerksamkeit. Sie erreichen Nutzer beim Konsum von Lifestyle-Inhalten und wecken mit visuellen Elementen und emotionalen Impulsen Interesse.
  • LinkedIn Ads zielen auf Einfluss im beruflichen Kontext. Die Nutzer knüpfen Kontakte, suchen nach Stellen, bilden sich weiter oder stärken ihre fachliche Positionierung. Ihre Anzeige ist damit keine bloße Unterbrechung, sondern fügt sich in ihren beruflichen Kontext ein.

Dieser Unterschied erklärt auch die höheren Kosten pro Klick auf LinkedIn.

Facebook oder Google können zwar günstigere Klicks liefern, doch diese stammen nicht immer von der richtigen Zielgruppe.

Die Stärke von LinkedIn liegt in der Präzision: Sie können Ihre Reichweite anhand von Stellenbezeichnung, Unternehmensname, Senioritätsstufe, Fähigkeiten und sogar Karrierephase eingrenzen.

Deshalb können eine SaaS-Marke, die CMOs ansprechen möchte, oder ein Recruiter, der Führungskräfte im Designbereich erreichen will, hier deutlich mehr Nutzen erzielen als auf einer Lifestyle-orientierten Plattform.

Einfach ausgedrückt geht es bei LinkedIn Ads also nicht nur darum, Traffic zu generieren. Es geht darum, die richtigen Entscheidungsträger im richtigen Moment zu erreichen – mit professionellen, relevanten und aktuellen Inhalten. Genau deshalb funktionieren sie.

Vorteile von Werbung auf LinkedIn für das Unternehmenswachstum

Wenn Unternehmen ihre Marke ausbauen möchten, bieten nur wenige Plattformen dieselbe Präzision wie LinkedIn-Werbung für Unternehmen. Anders als verbraucherorientierte Kanäle ist LinkedIn auf Fachkräfte ausgerichtet – und damit ein idealer Ort für Unternehmen, die Entscheidungsträger, Meinungsführer und spezifische Branchenzielgruppen erreichen möchten. Statt eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen, können Sie Ihre Botschaft mit Werbung auf LinkedIn direkt den Personen präsentieren, die über entsprechende Entscheidungskompetenz verfügen.

Zu den größten Vorteilen zählen:

  • Professionelles Targeting

Andere Plattformen ermöglichen eine Segmentierung nach demografischen Merkmalen und Interessen, LinkedIn geht jedoch einen Schritt weiter. Sie können Ihre Zielgruppe nach Stellenbezeichnung, Senioritätsstufe, Unternehmensgröße, Fähigkeiten und sogar nach bestimmten Unternehmen auswählen. Wenn Sie beispielsweise eine B2B-Softwarelösung verkaufen, verschwenden Sie Ihr Werbebudget nicht für gelegentliche Besucher – Sie erreichen direkt IT-Leiter, Einkaufsverantwortliche oder CEOs, die Kaufentscheidungen aktiv mitgestalten.

Daraus ergibt sich ein weiterer wesentlicher Vorteil.

  • Hochwertige Leads

Bei der Nutzung von LinkedIn für Werbung verlagert sich der Schwerpunkt von Quantität auf Qualität. Ein einziger Klick des richtigen Interessenten kann wertvoller sein als Dutzende Klicks weniger relevanter Zielgruppen auf anderen Plattformen. Für Unternehmen aus Bereichen wie SaaS, Beratung, Finanzwesen oder Recruiting verbessert diese Präzision die Leadqualität und das Konversionspotenzial erheblich.

  • ROI

Obwohl die Kosten pro Klick auf LinkedIn üblicherweise höher sind als auf Facebook oder Google, kann die erzielte Rendite die höheren anfänglichen Ausgaben rechtfertigen. Der Grund: Die erreichten Personen befinden sich näher an der Entscheidungsphase. Sie scrollen nicht passiv zur Unterhaltung, sondern bauen aktiv Netzwerke auf, bilden sich weiter und prüfen Chancen. Dadurch sind sie empfänglicher für Anzeigen, die zu ihren beruflichen Zielen passen.

Kurz gesagt: Bei Werbung auf LinkedIn geht es nicht darum, reinen Aufmerksamkeitskennzahlen hinterherzujagen. Es geht um Leads, die zu Abschlüssen führen, langfristige Beziehungen und Chancen für nachhaltiges Wachstum. Unternehmen, die langfristig Wirkung erzielen möchten, bietet diese Plattform einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Arten von LinkedIn Ads: Überblick über die Anzeigenformate

AnzeigentypFormatePlatzierungBesonders geeignet fürTechnische Daten im Überblick
Sponsored Content– Single Image Ads; Video Ads; Carousel Ads; Event Ads; Document Ads; Thought Leader Ads; Click-to-Message Ads; Connected TV Ads; Article & Newsletter Ads; Job AdsLinkedIn-Feed, CTVSteigerung von Markenbekanntheit, Interaktion und Traffic sowie Generierung von Anmeldungen und Stärkung der Thought LeadershipBild: 1.200 × 627 px; Video: MP4 ≤ 500 MB (bis zu 30 Min.); Carousel: 2–10 Karten mit 1.080 × 1.080 px; Dokumente: ≤ 100 MB, PDF/DOCX/PPTX; Überschriften: ca. 50–70 Zeichen
Sponsored Messaging– Conversation Ads; Message AdsLinkedIn-PosteingangDirekte Kontaktaufnahme, persönliche Interaktion, Einladungen und Weiterentwicklung von LeadsConversation Ads: bis zu 5 CTAs, 8.000 Zeichen; Message Ads: bis zu 1.500 Zeichen, CTA mit bis zu 20 Zeichen, optionales Banner mit 300 × 250 px
Lead Gen Forms– Lead Gen Forms (können an andere Anzeigen angehängt werden)Feed oder Messaging AdsErfassung von Leads, Veranstaltungsanmeldungen und Downloads zugangsbeschränkter InhalteBis zu 12 Felder, 3 benutzerdefinierte Fragen, aus Profildaten vorausgefüllt, CRM-Integration und CSV-Export
Text & Dynamic Ads– Spotlight Ads; Follower AdsRechte SeitenleisteGewinnung von Followern, personalisierte CTAs, Landingpage-Traffic und MarkenbekanntheitLogo mit 100 × 100 px, optionaler Hintergrund mit 300 × 250 px, personalisierte Überschrift mit ≤ 50 Zeichen

Wenn Sie die verschiedenen Optionen für LinkedIn Ads prüfen, sollten Sie beachten, dass die Plattform keine Universallösung bietet. Stattdessen stehen mehrere Werbeoptionen auf LinkedIn zur Verfügung, die auf unterschiedliche Kampagnenziele zugeschnitten sind – von Markenbekanntheit bis zur Leadgenerierung.

Die Struktur von LinkedIn Ads basiert auf vier Hauptformaten: Sponsored Content, Messaging Ads, Text Ads und Dynamic Ads. Jedes Format bietet eigene Stärken, visuelle Anforderungen und geeignete Anwendungsfälle.

1. Sponsored Content

Diese Anzeigen erscheinen direkt im LinkedIn-Feed und fügen sich nahtlos in organische Beiträge ein.

  1. Single Image Ads – Ein aussagekräftiges Bild, eine Botschaft und eine klare Handlungsaufforderung.
  2. Video Ads – Dynamisches Storytelling, das beim Scrollen Aufmerksamkeit weckt.
  3. Carousel Ads – Karten, durch die Nutzer horizontal blättern können und die sich ideal zur Präsentation mehrerer Ideen oder Produkte eignen.
  4. Event Ads – Stellen Sie Ihr Webinar oder Ihre Konferenz mit integrierter Anmeldung heraus.
  5. Document Ads – Teilen Sie E-Books oder Leitfäden direkt im Feed, ohne dass eine Landingpage erforderlich ist.
  6. Thought Leader Ads – Erhöhen Sie die Reichweite der Beiträge von Führungskräften oder Mitarbeitern, um die Glaubwürdigkeit zu stärken.
  7. Click-to-Message Ads – Starten Sie direkt Gespräche über LinkedIn Messaging.
  8. Connected TV Ads – Erweitern Sie Ihre Reichweite mithilfe des LinkedIn-Targetings auf Streamingplattformen.
  9. Article & Newsletter Ads – Gewinnen Sie Abonnenten und bewerben Sie ausführliche Fachinhalte.
  10. Job Ads – Präsentieren Sie Ihre offenen Stellen besonders qualifizierten Fachkräften.

Die visuellen Vorgaben umfassen in der Regel ein Bild mit 1.200 × 627 px für Einzelanzeigen und 1.080 × 1.080 px für Carousels.

Sponsored Content eignet sich besonders für Marken, die Gespräche anregen und ein breiteres Fachpublikum erreichen möchten, ohne aufdringlich zu wirken.

2. Messaging Ads

Struktur von LinkedIn Ads mit Message Ads und Conversation Ads

Anstatt im Feed um Aufmerksamkeit zu konkurrieren, werden Messaging Ads direkt im LinkedIn-Posteingang eines Nutzers zugestellt.

Conversation Ads

So werben Sie auf LinkedIn mit Conversation Ads

  • Interaktive Pfade: Interessenten können über mehrere CTAs ihren eigenen Weg wählen.
  • Mehrere Angebote: Teilen Sie Veranstaltungseinladungen, Inhalte und Produktinformationen in einer einzigen Nachricht.
  • Personalisierte Abläufe: Führen Sie Nutzer durch Qualifizierungsfragen, um ihr Interesse und ihren Bedarf besser einzuschätzen.

Message Ads

So werben Sie auf LinkedIn mit Message Ads

  • Persönliche Wirkung: Erreichen Sie Interessenten direkt in ihrem LinkedIn-Posteingang.
  • Klare Handlungsaufforderung: Senden Sie einen einzigen, klaren CTA für Anmeldungen oder Downloads.
  • Zeitlich abgestimmtes Targeting: Nachrichten werden nur zugestellt, wenn Nutzer aktiv sind.
  • Konversionsorientierung: Besonders geeignet für Angebote, Demos und Veranstaltungsanmeldungen.

Visuelle Elemente spielen hier eine untergeordnete Rolle, aussagekräftige CTAs sind jedoch besonders wichtig.

Ideale Anwendungsfälle: direkte Leadgenerierung und die Weiterentwicklung bereits interessierter Leads.

3. Text Ads und Dynamic Ads

Text Ads und Dynamic Ads: So werben Sie auf LinkedIn

Text Ads sind einfach, aber wirkungsvoll und erscheinen in der Seitenleiste oder am oberen Rand der LinkedIn-Desktopansicht.

Spotlight Ads

  • Dynamische Personalisierung: Profilfoto, Stellenbezeichnung und Unternehmen des jeweiligen Betrachters werden automatisch übernommen.
  • Hohe Aufmerksamkeit: Die Platzierung in der rechten Seitenleiste hebt Ihre Marke hervor.
  • Klare CTAs: Leiten Sie Traffic direkt auf Landingpages und bewerben Sie gezielt Produkteinführungen.
  • Personalisierte Relevanz in jeder Größenordnung: Die Anzeige wird an den jeweiligen Interessenten angepasst.

Follower Ads

  • Mehr Follower gewinnen: Verwandeln Sie Impressionen in langfristige Follower Ihrer LinkedIn-Unternehmensseite.
  • Persönliche Aufforderung: Profilbilder sorgen für eine persönlichere Aufforderung, der LinkedIn-Unternehmensseite zu folgen.
  • Aufbau einer Community: Gewinnen Sie eine organische Zielgruppe für Neuigkeiten und Thought-Leadership-Inhalte.
  • Anhaltende Interaktion: Stärken Sie die Markenbindung über eine einzelne Kampagne hinaus.

4. Lead Gen Forms

Lead Gen Forms: So werben Sie auf LinkedIn

  • Reibungslose Erfassung: Formulare werden für sofortige Anmeldungen automatisch mit LinkedIn-Profildaten ausgefüllt.
  • Direkte Konversion auf LinkedIn: Nutzer müssen nicht aus dem Feed auf eine externe Seite weitergeleitet werden.
  • Vielseitige Anwendungsfälle: Ideal für Webinare, zugangsbeschränkte Inhalte oder Demo-Anfragen.
  • Nahtloses Follow-up: Integration mit CRM-Tools oder Export über CSV.
  • Flexible Anpassung: Bis zu 12 Felder und 3 individuell zugeschnittene Fragen zur Qualifizierung.

Bei der Auswahl aus den Optionen für LinkedIn Ads kommt es darauf an, das Format auf Ihr Geschäftsziel abzustimmen.

Wenn Sie eine hohe Sichtbarkeit erzielen möchten, ist Sponsored Content die erste Wahl. Für zielgerichtete Angebote eignen sich Messaging Ads besonders gut.

Wenn Kosteneffizienz im Mittelpunkt steht, sind Text Ads geeignet. Für eine besonders wirkungsvolle Personalisierung bieten sich Dynamic Ads an.

Durch eine strategische Kombination dieser Werbeoptionen auf LinkedIn können Sie Kampagnen entwickeln, mit denen Sie Personen in jeder Funnel-Phase gezielt ansprechen – von der Markenbekanntheit bis zur Konversion – und zugleich im professionellen Kontext bleiben, der LinkedIn auszeichnet.

So erstellen und konfigurieren Sie LinkedIn Ads: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie das professionelle Netzwerk von LinkedIn nutzen möchten, fragen Sie sich vielleicht, wie Sie eine LinkedIn-Anzeige erstellen, die tatsächlich funktioniert. Sobald Sie die einzelnen Schritte kennen, ist der Prozess unkompliziert – von der Einrichtung des Campaign Manager bis zur Gestaltung überzeugender Anzeigeninhalte. Sehen wir uns Schritt für Schritt an, wie Sie LinkedIn Ads einrichten, damit Ihre Kampagne nicht nur online geht, sondern auch für gute Ergebnisse optimiert ist.

  1. LinkedIn Campaign Manager einrichten

So richten Sie LinkedIn Ads ein

Alles beginnt im Campaign Manager, dem Werbe-Dashboard von LinkedIn. Dort verwalten Sie sämtliche Kampagnen, Zielgruppen, Budgets und Leistungsberichte. Falls Sie noch keinen Zugriff haben, verbinden Sie Ihr LinkedIn-Konto mit dem Campaign Manager und wählen Sie das richtige Werbekonto für Ihr Unternehmen aus. Im Campaign Manager steuern Sie die Erstellung von LinkedIn Ads und deren Auswertung zentral.

  1. Ziel auswählen

Nachdem Sie den Campaign Manager geöffnet haben, besteht der erste Schritt darin, eines der Ziele „Awareness“, „Consideration“ oder „Conversion“ auszuwählen.

Ziel für die Erstellung von LinkedIn Ads auswählen

Diese Auswahl ist entscheidend, da LinkedIn die Anzeigenauslieferung anhand Ihres Ziels optimiert. Eine „Brand Awareness“-Kampagne maximiert beispielsweise die Impressionen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Eine „Lead Generation“-Kampagne priorisiert dagegen das Absenden vorausgefüllter Formulare, damit Kontakte direkt erfasst werden. Wählen Sie stets das Ziel, das zu Ihren Geschäftszielen passt, anstatt standardmäßig die allgemeinste Option zu verwenden.

Kampagnentyp auswählen

Kampagnentyp für die Erstellung von LinkedIn Ads auswählen.

Um fortzufahren, benötigen Sie sowohl für Ihr Werbekonto als auch für Ihre LinkedIn-Unternehmensseite die erforderlichen Berechtigungen. Falls Sie diese nicht haben, bitten Sie den Kontoadministrator um Zugriff.

  • Bereich „Campaign Details“

Kampagnengruppe für die Erstellung von LinkedIn Ads auswählen

  • „Campaign Name“: Wählen Sie einen klaren und aussagekräftigen Namen (30–200 Zeichen).
  • „Group Objective“: Beispielsweise „Brand Awareness“.

Kampagnenbudget und Zeitplan auf LinkedIn

  • Connected TV-Kampagnen: Ein optionales Format, mit dem Sie Fachkräfte über Streaminggeräte und vernetzte Fernsehgeräte erreichen können.

Bereich „What You’re Marketing“

Was Sie bei der Erstellung von LinkedIn Ads vermarkten

Geben Sie für das Produkt, die Dienstleistung oder das Angebot, das Sie bewerben, die Angaben in den Feldern „Name“ und „Source URL“ ein. LinkedIn analysiert diese Angaben, um Optimierungen für die Zielgruppe zu empfehlen.

Funktion „Auto-Targeting“

LinkedIn bietet außerdem die AI-gestützte Funktion „Auto-Targeting“, die anhand Ihres Produkteintrags passende Zielgruppen ermittelt und auf wichtige Ergebnisse optimiert. Sie können diese Option testen oder eine eigene manuelle Targeting-Strategie entwickeln, um mehr Kontrolle zu erhalten.

3. Zielgruppe definieren

Das Targeting ist der größte Vorteil von LinkedIn – damit erreichen Sie genau die Fachkräfte, die für Sie relevant sind.

  • Einrichtungsoptionen: Verwenden Sie „Auto-Targeting“, erstellen Sie eine neue Zielgruppe oder greifen Sie auf gespeicherte Zielgruppen zurück.
  • Standort und Sprache: Wählen Sie kürzlich besuchte oder dauerhafte Standorte aus (z. B. USA) und legen Sie die Profilsprache fest (Englisch ist voreingestellt).
  • Attribute und Segmente: Filtern Sie nach Stellenbezeichnung, Senioritätsstufe, Fähigkeiten, Branche oder Unternehmensgröße.
  • „Matched Audiences“: Sprechen Sie Websitebesucher erneut an, laden Sie Kontaktlisten hoch oder erreichen Sie bestimmte Konten.
  • „Lookalikes“ und „Audience Expansion“: Finden Sie Personen, die Ihren besten Kunden ähneln, und aktivieren Sie „Audience Expansion“, um die Reichweite zu vergrößern.
  • Ausschlüsse: Entfernen Sie irrelevante Profile oder sich überschneidende Zielgruppen.

Zielgruppe bei der Erstellung von LinkedIn Ads

4. Anzeigenformat auswählen

Anzeigenformat bei der Erstellung von LinkedIn Ads

In diesem Schritt wählen Sie zwischen Sponsored Content, Messaging Ads, Text Ads und Dynamic Ads. (Diese Formate wurden bereits vorgestellt.) Stimmen Sie den Anzeigentyp auf Ihr Ziel ab: Für markenbezogenes Storytelling eignet sich Sponsored Content am besten; für direkte Angebote oder Veranstaltungseinladungen sind Messaging Ads wirkungsvoller.

5. Budget und Gebotsstrategie festlegen

Gebotsstrategie bei der Erstellung von LinkedIn Ads

Bei der Budgetierung zögern Werbetreibende häufig, LinkedIn gestaltet sie jedoch überschaubar. Sie können ein Tagesbudget, ein Gesamtbudget für die Kampagne oder beides festlegen. Die Gebote basieren auf einem Auktionssystem – Sie können zwischen automatischen Geboten (LinkedIn übernimmt die Optimierung) und manuellen Geboten (Sie legen Ihr Höchstgebot fest) wählen.

Da die Kosten höher sind als auf anderen Plattformen, sollten Sie mit moderaten täglichen Ausgaben beginnen, die ersten Ergebnisse messen und das Budget anschließend anpassen. Beachten Sie: Eine kleinere, äußerst präzise ausgerichtete Kampagne kann häufig bessere Ergebnisse erzielen als eine breit angelegte Kampagne mit hohem Budget.

6. Überzeugende Anzeigeninhalte gestalten

Hier treffen Strategie und Storytelling aufeinander. LinkedIn-Nutzer scrollen schnell, sodass Ihrer Anzeige nur wenige Sekunden bleiben, um aufzufallen. Beachten Sie diese Best Practices:

  • Überschrift: Formulieren Sie sie klar und nutzenorientiert. Vermeiden Sie Fachjargon.
  • Bild/Video: Verwenden Sie professionelle visuelle Inhalte in den richtigen Abmessungen (z. B. 1.200 × 627 px für Single Image Ads). Leuchtende Farben und Gesichter erzielen häufig bessere Ergebnisse.
  • Anzeigentext: Sprechen Sie die Herausforderungen und Ziele Ihrer Zielgruppe direkt an. Fassen Sie sich kurz – höchstens 150 Zeichen für den Einleitungstext.
  • Handlungsaufforderung (CTA): Geben Sie stets einen nächsten Schritt vor: „Leitfaden herunterladen“, „Jetzt registrieren“ oder „Demo buchen“.

Tipp: Stimmen Sie Ihre Anzeigeninhalte auf Ihre Landingpage ab. Konsistenz zwischen beiden verbessert die Konversionsrate erheblich.

7. Starten und überwachen

Sobald Ihre Anzeige online ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Überwachen Sie die Leistung im Campaign Manager genau. Achten Sie auf Kennzahlen wie CTR (Klickrate), CPC (Kosten pro Klick) und Konversionsrate. Pausieren Sie Anzeigen mit schwacher Leistung und investieren Sie erneut in Formate oder Zielgruppen, die eine stärkere Interaktion zeigen. Werbung auf LinkedIn lässt sich selten einmal einrichten und anschließend sich selbst überlassen – kontinuierliche Optimierung ist entscheidend.

8. Testen und weiterentwickeln

Die besten Kampagnen entstehen durch Experimente. Testen Sie mehrere Überschriften, visuelle Elemente und Zielgruppensegmente. Mit der Zeit werden Muster erkennbar – vielleicht reagiert Ihre Zielgruppe stärker auf Videos als auf statische Bilder oder das Targeting nach Senioritätsstufe funktioniert besser als die Auswahl nach Branche. Betrachten Sie jede Kampagne als Gelegenheit, neue Erkenntnisse zu gewinnen, und nicht nur als einmalige Ausgabe.

Zusammenfassend geht es bei der Frage, wie Sie eine LinkedIn-Anzeige erstellen, um mehr als das Hochladen eines Anzeigentextes und den Start der Kampagne. Die tatsächliche Wirkung entsteht durch eine durchdachte Einrichtung: Wählen Sie das richtige Ziel, präzisieren Sie Ihre Zielgruppe, planen Sie Ihr Budget sinnvoll und beachten Sie kreative Best Practices. Wenn Sie die Erstellung von LinkedIn Ads als strategischen Prozess behandeln, maximieren Sie den ROI und stellen sicher, dass Ihre Kampagnen die relevantesten Fachkräfte erreichen.

Best Practices und Strategien für LinkedIn Ads

Wenn Sie auf LinkedIn bestmögliche Ergebnisse erzielen möchten, reicht es nicht aus, lediglich Kampagnen zu starten. Sie benötigen eine Strategie, die sich mit Plattformaktualisierungen, verändertem Nutzerverhalten und zunehmendem Wettbewerb weiterentwickelt. Dieser Leitfaden für LinkedIn Ads zeigt Ihnen die wirksamsten aktuellen Vorgehensweisen – von Tests der Anzeigeninhalte bis zur Strukturierung skalierbarer Kampagnen. Nutzen Sie ihn als praxisorientierten Leitfaden, um Klicks in relevantes Unternehmenswachstum umzuwandeln.

  1. Kontinuierliche A/B-Tests einsetzen

Eine der wichtigsten Regeln in jedem Leitfaden für Werbung auf LinkedIn lautet: Gehen Sie niemals davon aus, bereits zu wissen, was am besten funktioniert. Mit A/B-Tests können Sie Variablen – Überschriften, Bilder, CTAs oder sogar Zielgruppensegmente – vergleichen und die tatsächliche Leistung messen. Der Campaign Manager von LinkedIn erleichtert diesen Prozess mit Funktionen für Split-Tests. Das Ziel besteht nicht nur darin, einen „Gewinner“ zu bestimmen, sondern die Kampagne kontinuierlich zu verbessern. Empfehlenswert ist es, gleichzeitig zwei bis drei Varianten zu schalten, Kennzahlen wie CTR und Kosten pro Konversion zu überwachen und anschließend verstärkt in die leistungsstärkste Variante zu investieren.

  1. Retargeting für bereits interessierte Leads nutzen

Angesichts steigender Anzeigenkosten ist Effizienz besonders wichtig. Mit Retargeting können Sie erneut Personen ansprechen, die bereits mit Ihrer Marke interagiert haben – beispielsweise Ihre Website besucht, mit einer früheren Anzeige interagiert oder ein Leadformular geöffnet, aber nicht abgesendet haben. Die Retargeting-Tools von LinkedIn bieten zahlreiche Möglichkeiten, Zielgruppen anhand von Videoaufrufen, Beitragsinteraktionen oder Besuchen einer LinkedIn-Unternehmensseite zu bilden. Dadurch setzen Sie Ihr Budget wirksamer ein, weil Sie Interessenten ansprechen, die Ihre Marke bereits kennen, statt Personen ohne vorherigen Kontakt zu Ihrer Marke anzusprechen.

  1. Anzeigeninhalte optimieren

Selbst das beste Targeting bleibt ohne überzeugende Anzeigeninhalte wirkungslos. Um im LinkedIn-Feed hervorzustechen, sollten Sie sich auf drei Aspekte konzentrieren: Klarheit, Nutzen und Professionalität.

  • Visuelle Inhalte: Verwenden Sie klare, hochauflösende Bilder, die den Anzeigenspezifikationen von LinkedIn entsprechen. Vermeiden Sie allgemeine Stockfotos – echte Gesichter und authentische Markenmotive erzielen bessere Ergebnisse.
  • Anzeigentext: Formulieren Sie ihn kurz, konkret und nutzenorientiert. LinkedIn-Zielgruppen reagieren auf Inhalte, die Herausforderungen, Chancen oder Branchenkenntnisse direkt ansprechen.
  • CTA: Geben Sie stets einen klaren nächsten Schritt vor, etwa „Bericht herunterladen“, „Demo buchen“ oder „Heute registrieren“.

Die Optimierung von Anzeigeninhalten ist ein kontinuierlicher Prozess. Aktualisieren Sie Ihre Anzeigen alle 4–6 Wochen, um Anzeigenmüdigkeit zu vermeiden – insbesondere, wenn Sie wiederholt dasselbe eng definierte Fachpublikum ansprechen.

  1. Kampagnen skalierbar strukturieren

Ein weiterer Bereich, der bei vielen Kampagnen vernachlässigt wird, ist die Struktur von LinkedIn Ads. Eine klare Struktur bildet die Grundlage für aussagekräftige Ergebnisse. Fassen Sie nicht alles in einer einzigen Kampagne zusammen, sondern trennen Sie Kampagnen klar nach Ziel, Zielgruppe oder Funnel-Phase. Zum Beispiel:

  • Oberer Funnel-Bereich (TOF): Sponsored Content mit Schwerpunkt auf Thought Leadership und Markenbekanntheit.
  • Mittlerer Funnel-Bereich (MOF): Lead Gen Forms oder per Retargeting ausgespielte Messaging Ads, um das Interesse potenzieller Kunden weiter zu vertiefen.
  • Unterer Funnel-Bereich (BOF): Präzise ausgerichtete Dynamic Ads oder Text Ads mit dem Ziel, Konversionen zu erzielen.

Dieser abgestufte Ansatz zeigt Ihnen, welche Phase den besten ROI liefert, und ermöglicht eine entsprechende Budgetverteilung.

  1. Daten als Grundlage für Verbesserungen nutzen

Erfolgreiche Strategien beruhen auf Daten. Erfassen Sie nicht nur reine Aufmerksamkeitskennzahlen wie Impressionen, sondern aussagekräftige Werte – darunter Konversionsraten, Kosten pro qualifiziertem Lead und das Verhältnis von Leads zu Abschlüssen. Exportieren Sie regelmäßig Daten, analysieren Sie die Leistung nach Segmenten und passen Sie Ihre Kampagnen schnell an. Je stärker Sie den Campaign Manager als Feedbackschleife nutzen, desto effizienter werden Ihre Ausgaben.

Zusammenfassend beruhen erfolgreiche LinkedIn-Werbekampagnen auf Disziplin und Anpassungsfähigkeit. A/B-Tests halten Ihre Kampagnen leistungsfähig, Retargeting maximiert die Effizienz, die Optimierung der Anzeigeninhalte fördert Interaktionen und eine intelligente Strukturierung unterstützt die Skalierbarkeit. Wenn Sie die Empfehlungen aus diesem Leitfaden für LinkedIn Ads konsequent anwenden, können Sie die Aufmerksamkeit Ihres Fachpublikums in messbares Unternehmenswachstum verwandeln.

Kosten von LinkedIn Ads und Leitlinien für die Budgetierung

Sie erfahren, wie Sie CPC und CPM einordnen, ein realistisches Budget festlegen und Ihre Kosten optimieren.

Wenn Unternehmen bezahlte Werbung auf LinkedIn in Betracht ziehen, betrifft eine der ersten Fragen stets die Kosten. LinkedIn ist tendenziell tatsächlich teurer als andere Plattformen, bietet jedoch zugleich eine besonders hohe Präzision. Wenn Sie Vergleichswerte für CPC und CPM, Budgetstrategien und Optimierungstechniken verstehen, können Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihren Investitionen in bezahlte LinkedIn-Kampagnen ziehen.

  • Vergleichswerte für CPC und CPM

Die durchschnittlichen Kosten pro Klick (CPC) auf LinkedIn liegen zwischen 5–9 US-Dollar, während sich die Kosten pro tausend Impressionen (CPM) in der Regel auf 30–60 US-Dollar belaufen. Diese Werte unterscheiden sich je nach Branche, Zielgruppengröße und Wettbewerb.

Das Targeting von Führungskräften in den Bereichen SaaS oder Finanzwesen kostet beispielsweise meist mehr als die Ansprache breiterer Branchen. Diese Vergleichswerte liegen zwar über denen von Facebook oder Google, der Mehrwert besteht jedoch darin, Entscheidungsträger und Fachkräfte mit echter Kaufkraft zu erreichen.

  • Budget festlegen

Beginnen Sie bei der Planung bezahlter LinkedIn-Kampagnen mit klar definierten Zielen. Möchten Sie auf Bekanntheit, Leadgenerierung oder Konversionen optimieren? LinkedIn ermöglicht die Festlegung eines Tagesbudgets (ideal für kontinuierliche Tests) oder eines Gesamtbudgets (geeignet für kurzfristige Kampagnen oder Veranstaltungen). Besonders beim Testen von Zielgruppen und Anzeigenformaten sind 50–100 US-Dollar pro Tag ein sinnvoller Ausgangspunkt. Damit erhalten Sie genügend Daten zur Leistungsbewertung, ohne übermäßig viel auszugeben.

Aufgrund des Auktionssystems von LinkedIn hängen Ihre Kosten auch von der Gebotsstrategie ab. Sie können automatische Gebote (LinkedIn optimiert die Auslieferung) oder manuelle Gebote (Sie legen eine Obergrenze fest) auswählen. Automatische Gebote bieten Einsteigern Effizienz, während manuelle Gebote erfahrenen Werbetreibenden eine genauere Kontrolle ermöglichen.

  • Tipps zur Kostenoptimierung

Obwohl die Plattform im Premiumsegment liegt, können Sie Ihr Budget auf verschiedene Weise besser nutzen:

  • Targeting präzisieren: Vermeiden Sie zu breite Zielgruppen; eine engere Ausrichtung senkt häufig den CPC.
  • A/B-Tests für Anzeigeninhalte durchführen: Anzeigen mit stärkerer Interaktion setzen sich in Auktionen effizienter durch und senken so die Kosten.
  • Bereits interessierte Zielgruppen erneut ansprechen: Diese Zielgruppen konvertieren üblicherweise kostengünstiger als Interessenten ohne vorherigen Kontakt.
  • Anzeigen rotieren: Aktualisieren Sie visuelle Inhalte und Texte alle paar Wochen, um Anzeigenmüdigkeit zu vermeiden.

Kurz gesagt erfordert bezahlte Werbung auf LinkedIn eine durchdachte Budgetplanung. CPC und CPM mögen hoch erscheinen, doch der höhere Aufwand kann sich durch hochwertigere Leads und einen guten ROI auszahlen. Mit realistischen Budgets, der passenden Gebotsstrategie und kontinuierlicher Optimierung können bezahlte LinkedIn-Kampagnen Ergebnisse erzielen, die die Investition rechtfertigen.

Leistung von LinkedIn Ads optimieren und analysieren

Der Start von Kampagnen ist nur der erste Schritt – die eigentlichen Ergebnisse entstehen durch kontinuierliches Erfassen, Analysieren und Anpassen. Wenn Sie in die Optimierung bezahlter LinkedIn-Werbekampagnen investieren, sollten Sie über reine Impressionen und Klicks hinausblicken.

LinkedIn stellt ein leistungsfähiges Analyse-Dashboard bereit, mit dem Werbetreibende nachvollziehen können, wie gut ihre Kampagnen abschneiden und wo Verbesserungen erforderlich sind. Wer Anzeigen auf LinkedIn schaltet, sollte diese Tools sicher beherrschen.

  • Wichtige Kennzahlen

Konzentrieren Sie sich bei der Analyse der Anzeigenleistung auf die Werte, die tatsächlich entscheidend sind:

  1. Klickrate (CTR): Gibt an, wie viele Personen nach dem Ansehen Ihrer Anzeige darauf geklickt haben. Ein solider Vergleichswert für Sponsored Content liegt bei etwa 0,4–0,7 %.
  2. Kosten pro Klick (CPC): Diese Kennzahl zeigt, wie effizient Sie Ihr Budget einsetzen. Ein niedriger CPC deutet darauf hin, dass Ihre Anzeige bei der Zielgruppe Anklang findet und sich in der Auktion effizient durchsetzt.
  3. Konversionsrate: Erfasst, wie viele Personen eine gewünschte Aktion abgeschlossen haben – beispielsweise ein Formular ausgefüllt, eine Demo gebucht oder eine Ressource heruntergeladen haben.
  4. Leadqualität: Nicht jeder Lead ist gleichwertig. Überwachen Sie, wie viele Leads sich zu konkreten Verkaufschancen oder Abschlüssen entwickeln.
  5. Interaktionskennzahlen: Likes, geteilte Beiträge und Kommentare führen nicht immer unmittelbar zu Umsatz, können jedoch zeigen, wie gut Ihre Markeninhalte bei der Zielgruppe ankommen und wie Ihre Thought Leadership wahrgenommen wird.
  • Analyse-Dashboard verwenden

Das Dashboard im Campaign Manager von LinkedIn bündelt sämtliche Leistungsdaten. Dort können Sie:

  1. Die Leistung nach demografischen Merkmalen wie Stellenbezeichnung, Senioritätsstufe oder Unternehmensgröße aufschlüsseln.
  2. Verschiedene Anzeigenformate vergleichen, um das Format mit dem höchsten ROI zu ermitteln.
  3. Funnel-Kennzahlen (Impressionen → Klicks → Konversionen) erfassen, um Abbruchpunkte zu identifizieren.

Eine bewährte Vorgehensweise besteht darin, benutzerdefinierte Konversionen einzurichten und Zielgruppen zu segmentieren, um detailliertere Erkenntnisse zu gewinnen. So sehen Sie nicht nur, was geschehen ist, sondern auch, wer reagiert hat – und können Ihre Kampagnen entsprechend anpassen.

  • Optimierungstechniken

Bei der Optimierung geht es nicht um eine einzige große Änderung, sondern um kontinuierliche, schrittweise Verbesserungen. Zu den bewährten Techniken gehören:

  1. A/B-Tests: Testen Sie verschiedene Überschriften, visuelle Inhalte und CTAs gegeneinander, um die Kombinationen mit der stärksten Interaktion zu ermitteln.
  2. Zielgruppenpräzisierung: Grenzen Sie Ihr Targeting auf berufliche Funktionen, Branchen oder Fähigkeiten ein, die eine stärkere Interaktion zeigen.
  3. Budgetverlagerung: Verlagern Sie Ausgaben von leistungsschwachen Kampagnen zu den leistungsstärksten.
  4. Aktualisierung der Anzeigeninhalte: Erneuern Sie visuelle Inhalte und Texte alle 4–6 Wochen, um Anzeigenmüdigkeit zu vermeiden.
  5. Retargeting: Nutzen Sie Daten aus Websitebesuchen oder früheren Interaktionen, um bereits interessierte Zielgruppen aufzubauen, die zu geringeren Kosten konvertieren.

Erkenntnisse in Maßnahmen umsetzen

Der eigentliche Wert der LinkedIn-Analysen liegt in den Feedbackschleifen. Jede Kampagne liefert Hinweise: Vielleicht ist Ihre CTR hoch, aber die Konversionsrate niedrig – das deutet auf ein Problem mit der Landingpage hin. Oder Ihr CPC ist hoch, die Leadqualität jedoch ausgezeichnet – dann sollten Sie die Kampagne ausbauen, statt die Ausgaben zu reduzieren. Das Ziel ist nicht eine perfekte Einzelkampagne, sondern kontinuierliches Wachstum über alle Kampagnen hinweg.

Zusammenfassend erfordert die Optimierung bezahlter LinkedIn-Werbekampagnen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Datenanalyse und Tests der Anzeigeninhalte. Wenn Sie Kennzahlen aktiv überwachen, das Analyse-Dashboard effektiv einsetzen und bewährte Optimierungstechniken anwenden, können Sie sicherstellen, dass sich das Schalten von Anzeigen auf LinkedIn in echten Geschäftsergebnissen niederschlägt – und nicht nur in Klicks.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten

Bezahlte LinkedIn Ads für Unternehmen können äußerst lohnend sein – allerdings nur, wenn Kampagnen richtig eingerichtet und verwaltet werden. Viele Werbetreibende beginnen mit hohen Erwartungen, erzielen jedoch aufgrund vermeidbarer Fehler enttäuschende Ergebnisse. Dieser Abschnitt unseres Leitfadens für Werbung auf LinkedIn erläutert die häufigsten Fehler und zeigt, wie Sie diese vermeiden.

  1. Zu breites oder zu enges Targeting

Die präzise berufliche Zielgruppenauswahl gehört zu den größten Vorteilen von LinkedIn. Sie kann jedoch leicht falsch eingesetzt werden. Ein zu breites Targeting verschwendet Budget für Personen, die wahrscheinlich nicht konvertieren. Eine zu enge Ausrichtung begrenzt dagegen die Reichweite und erhöht die Kosten. Die Lösung: Beginnen Sie mit einer klar eingegrenzten Zielgruppe auf Grundlage von Stellenbezeichnungen, Branchen oder Fähigkeiten, testen Sie diese und erweitern Sie sie anschließend. Achten Sie stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Präzision und Skalierbarkeit.

  1. Ungeeignete Anzeigeninhalte

Unabhängig davon, wie präzise Ihre Kampagne ausgerichtet ist, beeinträchtigen schwache visuelle Inhalte oder belanglose Texte die Ergebnisse. Zu den häufigen Fehlern zählen allgemeine Stockfotos, übermäßig technische Formulierungen und wenig überzeugende Handlungsaufforderungen. Bedenken Sie: LinkedIn-Zielgruppen erwarten Klarheit und Professionalität. Verwenden Sie hochwertige visuelle Inhalte, kurze nutzenorientierte Überschriften und klare CTAs, die den Personen genau vermitteln, was sie als Nächstes tun sollen.

  1. Falsches Ziel auswählen

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, Kampagnenziele zu wählen, die nicht zu den Geschäftszielen passen – beispielsweise „Websitebesuche“, obwohl Sie eigentlich Leads generieren möchten. Der Algorithmus von LinkedIn optimiert die Auslieferung anhand des ausgewählten Ziels. Stimmen beide nicht überein, verschwenden Sie Ihr Budget. Fragen Sie sich vor dem Start: Möchte ich Bekanntheit, Interaktion oder Konversionen erzielen? Wählen Sie anschließend das entsprechende Ziel aus.

  1. Optimierung vernachlässigen

Anzeigen zu starten und anschließend unverändert weiterlaufen zu lassen, führt zu einer Verschwendung des Budgets. LinkedIn-Kampagnen müssen aktiv überwacht und angepasst werden. Testen Sie bei einer niedrigen CTR neue Anzeigeninhalte. Präzisieren Sie Ihr Targeting, wenn der CPC zu hoch ist. Optimierung ist nicht optional – sie bildet die Grundlage erfolgreicher Werbung.

Kurz gesagt sind die häufigsten Probleme bei LinkedIn Ads für Unternehmen auf Fehler beim Targeting, schwache Anzeigeninhalte, unpassende Ziele und eine vernachlässigte Optimierung zurückzuführen. Wenn Sie diese Fehler vermeiden und LinkedIn als Plattform betrachten, auf der sich konsequentes Testen und kontinuierliche Optimierung auszahlen, können Ihre Kampagnen dauerhaft einen höheren ROI erzielen.

LinkedIn Ads im Vergleich zu anderen Werbeplattformen

Bei der Entscheidung über die Verteilung Ihres Werbebudgets liegt es nahe, LinkedIn mit Facebook Ads oder LinkedIn mit Google Ads zu vergleichen. Jede Plattform bietet eigene Stärken, die wesentlichen Unterschiede betreffen jedoch Reichweite, Kosten und Wirksamkeit für bestimmte Ziele.

Reichweite

Bei der reinen Zielgruppengröße liegen Facebook und Google vorn. Facebook bietet Zugang zu Milliarden von Nutzern sowie detaillierte Daten zu Lebensstil und Interessen, während Google Suchanfragen mit klarer Kauf- oder Handlungsabsicht im gesamten Web erfasst.

LinkedIn bietet dagegen eine kleinere, aber ausgesprochen professionelle Zielgruppe – mehr als 1 Milliarde Mitglieder weltweit und detaillierte Erkenntnisse zu beruflichen Funktionen, Branchen und Senioritätsstufen. Wenn Sie B2B-Entscheidungsträger oder Fachkräfte aus Nischenbereichen ansprechen möchten, ist die Reichweite von LinkedIn zwar geringer, aber erheblich relevanter.

Kosten

Dass Klicks auf LinkedIn teurer sind, ist kein Geheimnis. Der durchschnittliche CPC liegt häufig zwischen 5–9 US-Dollar, gegenüber 1–3 US-Dollar auf Facebook und je nach Wettbewerb variierenden Preisen bei Google. Höhere Kosten bedeuten jedoch nicht automatisch einen geringeren Wert.

Da LinkedIn Fachkräfte mit Kaufkraft anspricht, kann der ROI höher ausfallen als bei günstigeren Klicks auf breiter ausgerichteten Plattformen. Im Wesentlichen zahlen Sie zu Beginn mehr, erhalten dafür aber qualitativ hochwertigeren Traffic.

Wirksamkeit

Die Wirksamkeit hängt vom Ziel ab. Google Ads eignen sich am besten, um eine unmittelbare Absicht aufzugreifen („Berater beauftragen“, „Software kaufen“), während Facebook bei breiter Markenbekanntheit und emotionalem Storytelling überzeugt.

LinkedIn eignet sich besonders, wenn Sie Ihre fachliche Glaubwürdigkeit stärken, hochwertige Leads gewinnen oder Entscheidungsträger zum richtigen Zeitpunkt im beruflichen Entscheidungsprozess erreichen möchten.

Zusammenfassend geht es beim Vergleich von LinkedIn mit Facebook Ads und LinkedIn mit Google Ads nicht darum, welche Plattform insgesamt besser ist, sondern welche am besten zu Ihren Zielen passt. Wenn Sie eine große Reichweite und Interaktionen rund um Lifestyle-Themen wünschen, überzeugt Facebook. Für Klicks mit konkreter Suchabsicht ist Google führend. Wenn Ihr Fokus jedoch auf geschäftlichem Wachstum und B2B-Wirkung liegt, bietet LinkedIn eine besonders präzise Zielgruppenauswahl.

Fazit

Bezahlte LinkedIn Ads können zunächst kompliziert erscheinen. Sobald Sie jedoch die Grundlagen verstehen, bieten sie eine wirkungsvolle Möglichkeit, die richtigen Personen zu erreichen. Unabhängig davon, ob Sie Markenbekanntheit, Leadgenerierung oder eine stärkere fachliche Positionierung in Ihrer Nische anstreben, hilft Ihnen das berufliche Targeting der Plattform dabei, Ihre Botschaft den relevanten Entscheidungsträgern zu präsentieren.

Wenn Sie sich fragen, wie Sie mit bezahlten LinkedIn Ads beginnen, empfiehlt sich ein Start in kleinem Umfang. Richten Sie Ihre LinkedIn-Unternehmensseite ein, definieren Sie ein klares Kampagnenziel und testen Sie ein oder zwei Anzeigenformate. Erfassen Sie die Leistung mit dem Campaign Manager von LinkedIn und optimieren Sie anschließend Targeting, Gebote und Anzeigeninhalte anhand der Ergebnisse.

Der Vorteil von Werbung auf LinkedIn besteht darin, dass Sie aus jeder Kampagne etwas Neues lernen. Mit konsequentem Vorgehen und datenbasierten Anpassungen erhöhen Sie nicht nur Ihre Sichtbarkeit, sondern erzielen auch messbares Wachstum für Ihr Unternehmen. Je früher Sie beginnen, desto schneller können Sie das volle Potenzial von LinkedIn ausschöpfen.

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