Was ist CFBR auf LinkedIn? Kommentieren für mehr Reichweite: Vor- und Nachteile
Kurzantwort

Vielleicht haben Sie die Abkürzung CFBR schon gesehen. Wenn Sie LinkedIn noch nicht lange nutzen, fragen Sie sich womöglich, was sie bedeutet. Sie steht für Commenting for Better Reach, also Kommentieren für mehr Reichweite.

Was bedeutet CFBR auf LinkedIn?

Screenshot eines Beitrags mit dem Titel „Was bedeutet CFBR auf LinkedIn?“, der die Strategie erläutert.

Einige LinkedIn-Nutzer kommentieren Beiträge mit „CFBR“, damit wichtige Inhalte für ihre Follower sichtbar werden.

Sie haben wahrscheinlich bereits erraten, was CFBR bedeutet, und diese Methode womöglich selbst schon mehrmals genutzt. Gemeint ist, Beiträge allein deshalb zu kommentieren, damit sie sich rasant verbreiten.

Wer ausschließlich für mehr Reichweite kommentiert, muss häufig nicht besonders einfallsreich sein – der Kommentar kann lediglich aus diesen vier Buchstaben bestehen, und schon gilt die Aufgabe als erledigt.

Es ist bekannt, dass Algorithmen in sozialen Medien Kommentare von Personen außerhalb des eigenen Netzwerks berücksichtigen. Erhält ein Beitrag solche Kommentare, erscheint er als relevant. Das System kann ihn daraufhin in den Feeds der Kontakte dieser Kommentierenden anzeigen und so seine weitere Verbreitung unterstützen.

Diese Strategie wird beispielsweise häufig genutzt, um wichtige Nachrichten zu verbreiten, etwa Beiträge über Massenentlassungen. Einer der bekanntesten erfolgreichen Fälle in sozialen Medien ereignete sich, als Amazon mit Entlassungen begann, von denen letztlich 18.000 Beschäftigte betroffen waren.

Ein Recruiter veröffentlichte einen Beitrag über Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren. In den Kommentaren wurden andere dazu aufgefordert, mit einem Like auf den Beitrag zu reagieren, ihn zu teilen und … für mehr Reichweite zu kommentieren.

Einige halten solche Beiträge und Kommentare für reinen Spam und lehnen diese Praxis ab. Andere argumentieren, dass sie dabei hilft, ein für viele Menschen wichtiges Thema schnell bekannt zu machen.

Im Folgenden erläutern wir die Vor- und Nachteile dieser Strategie, damit Sie entscheiden können, ob sich ihr Einsatz lohnt.

Bewährte Vorgehensweisen für effektives CFBR

#1 – Authentizität

Sie können jederzeit einen einfachen Kommentar mit dem Wort „Reichweite“ oder einer ähnlichen Formulierung verfassen. Besser ist es jedoch, inhaltlich auf den jeweiligen Beitrag einzugehen. Das kann zeitaufwendig sein. Einen ansprechenden Kommentar können Sie beispielsweise verfassen, indem Sie:

  • sich in das Thema einlesen und einen Link zu relevanten Nachrichten bereitstellen.
  • Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema teilen – solche Einblicke finden häufig Zustimmung.
  • dem Verfasser des Beitrags eine Frage stellen, um eine Diskussion anzustoßen.
  • einen zum Thema passenden humorvollen Kommentar verfassen.

#2 – Mit Linked Helper durch automatisierte Kommentare Zeit sparen

Für automatisierte Kommentare können Sie Tools wie Linked Helper verwenden. Wenn Sie allen „Commenting for Better Reach“ schreiben möchten, nutzen Sie die Aktion „Like and Comment“.

Screenshot der Aktion „Like and Comment“ in Linked Helper zum Thema „Was ist CFBR auf LinkedIn?“.

Mit der Funktion für automatisierte Kommentare in Linked Helper können Sie benutzerdefinierte Variablen im Text verwenden.

  • Wählen Sie Ihre Zielgruppe aus: Dies können Ihre Kontakte, Mitglieder derselben Gruppe, Teilnehmende derselben Veranstaltung oder Personen aus einer gefilterten beziehungsweise selbst zusammengestellten Liste sein.
  • Fügen Sie der Kampagne eine Aktion hinzu und legen Sie den Kommentartext fest: Sie können eine neutrale Formulierung wie „Sehr interessant!“ oder „Vielen Dank fürs Teilen!“ wählen. Alternativ können Sie Emojis verwenden, die als Kommentare gelten, ohne unpassend oder befremdlich zu wirken. Achten Sie darauf, dass das Emoji allgemein verständlich und für jeden Beitrag geeignet ist.
  • Tipp: Sie können zwei Aktionen nacheinander verwenden. Lassen Sie die eine Aktion ausschließlich auf Artikel und die andere auf Beiträge mit einem Like reagieren und verwenden Sie jeweils unterschiedliche Kommentare.
  • Starten Sie die Kampagne: Linked Helper simuliert, wie Sie den Bereich „Posts“ jedes Profils manuell öffnen und den Kommentar eingeben. Beachten Sie, dass Ihre Kommentare im Bereich „Activity“ für alle sichtbar sind, die Ihr Profil besuchen.
  • Ziehen Sie automatische Likes in Betracht: Wenn Sie nicht allen schreiben möchten, wirken automatische Likes neutraler, steigern die Reichweite laut den zugrunde liegenden algorithmischen Signalen jedoch weniger effektiv.

Bei automatischen Kommentaren und Likes sind bestimmte Einschränkungen zu beachten:

  • Die Linked Helper-App berücksichtigt nicht, wie aktuell ein Beitrag ist. Sie führt die konfigurierte Reaktion für den jeweils neuesten Beitrag im Profil aus, auch wenn dessen Veröffentlichung bereits länger zurückliegt. Auf einen mehrere Jahre alten Beitrag zu reagieren, könnte unpassend wirken. Für Abonnenten von Sales Navigator gibt es eine alternative Vorgehensweise: Verwenden Sie den Spotlight-Filter „Posted in the last 30 days“, um inaktive Personen aus Ihrer Zielliste herauszufiltern.
  • Wenn die von Ihnen angesprochenen Personen noch nie etwas veröffentlicht haben, überspringt Linked Helper diese Profile, da keine Inhalte vorhanden sind, auf die eine Reaktion möglich wäre.
  • Einige Nutzer können einschränken, wer ihre Beiträge kommentieren darf. Wenn jemand beispielsweise einen Beitrag in einer Gruppe veröffentlicht, erscheint dieser auch im Feed mit den Beiträgen dieser Person. Sie können ihn jedoch weder kommentieren noch die Kommentare sehen, wenn diese ausschließlich Gruppenmitgliedern vorbehalten sind.

Verwenden Sie den Spotlight-Filter „Posted in the last 30 days“, um inaktive Personen aus Ihrer Zielliste herauszufiltern

Was bedeutet das alles?

Rechnen Sie damit, dass bei automatischen Kommentaren oder Likes rund 30 % der Profile übersprungen werden oder die Aktion fehlschlägt. Von den 1.000 Profilen im Bereich „Queue“ werden 20–30 % übersprungen oder mit einem Fehler beendet, weil es entweder nichts zu kommentieren gibt oder Kommentare eingeschränkt sind. Automatisierte Kommentare in größerem Umfang können die Sichtbarkeit Ihres Profils dennoch stärker erhöhen, als wenn Sie überhaupt nicht kommentieren.

Unbegrenzte automatische Likes und Kommentare sind im Tarif Linked Helper PRO verfügbar – ab 45 USD pro Monat oder 297 USD pro Jahr.

#3 – Konsistenz

Versuchen Sie, einen Tag pro Woche dem Kommentieren zu widmen. Planen Sie ein bis zwei Stunden ein, um Beiträge aus Ihrem Netzwerk und von Personen außerhalb Ihres Netzwerks zu kommentieren.

Verwenden Sie die Funktion „Action working hours“ von Linked Helper: Wenn Sie für mehr Regelmäßigkeit identische Kommentare verfassen möchten, können Sie für diese Funktion zusammen mit der Aktion „Like and Comment“ einen Zeitplan für die Ausführung festlegen.

Screenshot von „Action working hours“ in Linked Helper

Mit dieser Funktion können Sie sicherstellen, dass Ihre Kommentare zum vorgesehenen Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Tutorial zu „Action working hours“: Ansehen

#4 – Ausgewogener Ansatz

Diese Strategie eignet sich zwar dazu, Ihre Inhalte zu verbreiten und Kommentare zu Ihren Beiträgen zu erhalten. Wir empfehlen jedoch, zusätzlich andere Interaktionsmethoden wie automatisierte Likes in größerem Umfang einzusetzen, die neutraler wirken.

Wenn Sie diese bewährten Vorgehensweisen befolgen, können Sie CFBR effektiv nutzen, um Ihre Reichweite und Interaktion auf LinkedIn zu steigern.

Fazit

Kombinieren Sie CFBR mit anderen Strategien wie Likes auf Beiträge und dem Teilen wertvoller Inhalte, um eine ausgewogene Strategie für die Interaktion auf LinkedIn zu entwickeln. So vermeiden Sie den Eindruck von Spam und unterstützen ein natürlicheres Wachstum Ihres Netzwerks.

Tools wie Linked Helper können Zeit sparen und für kontinuierliche Interaktion sorgen. Automatisierte Kommentare sollten jedoch weiterhin so angepasst werden, dass sie authentisch und durchdacht wirken.

Häufig gestellte Fragen

Um mehr Kommentare zu erhalten, können Sie Gruppen nutzen, in denen die Mitglieder die Inhalte der jeweils anderen kommentieren. Wenn Sie einen Beitrag erstellen möchten, der auf LinkedIn Kommentare anzieht, helfen Ihnen folgende Tipps: Beliebte Hashtags verwenden: Auf LinkedIn gibt es einen Hashtag mit mehr als 104.000 Followern, den Sie in Ihrem Beitrag verwenden können. So erscheint Ihr Beitrag im Feed der Personen, die diesem Hashtag folgen. Angemessener Umgang mit Reichweitenkommentaren: Es gilt im Allgemeinen als akzeptabel, Kommentare ausschließlich für mehr Reichweite zu hinterlassen. Die meisten Menschen verstehen, dass dies die Verbreitung der Inhalte unterstützt, und empfinden es nicht als unhöflich. Gruppen für gegenseitige Interaktion beitreten: In diesen Gruppen können Mitglieder Links zu ihren Beiträgen teilen und sich gegenseitig Kommentare hinterlassen, um die Interaktion zu erhöhen. Mit einer Frage abschließen: Fördern Sie die Interaktion, indem Sie am Ende Ihres Beitrags eine Frage stellen. Im Gegenzug für einen Kommentar einen kostenlosen Mehrwert anbieten: Wenn Sie für einen Kommentar kostenlos etwas Wertvolles anbieten, kann dies die organische Interaktion fördern. Wenn Menschen erkennen, dass sie allein durch einen Kommentar etwas Nützliches erhalten können, beteiligen sie sich eher. Geben Sie ein konkretes Codewort vor, das sie in ihrem Kommentar verwenden können, um die Teilnahme zu erleichtern. Machen Sie deutlich, dass Sie sich Kommentare wünschen: Stellen Sie in Ihrem Beitrag klar, dass Sie sich Kommentare wünschen und die Meinungen anderer schätzen.

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