Leitfaden zur LinkedIn-Identitätsverifizierung für Marken, Vertrieb und Marketing

Beim Aufbau geschäftlicher Kontakte ist Glaubwürdigkeit von zentraler Bedeutung. LinkedIn veröffentlicht regelmäßig Transparenzberichte dazu, wie viele Spam- oder Betrugsinhalte entfernt und wie viele gefälschte Konten bereits bei der Registrierung blockiert werden. In einem solchen Bericht meldete LinkedIn 90,95 Millionen entfernte Spam- oder Betrugsinhalte sowie 44,7 Millionen blockierte Konten.

LinkedIn entwickelt seine AI-Mechanismen kontinuierlich weiter, um die Plattform sicherer und vertrauenswürdiger zu machen.

Nutzer haben nun eine weitere Möglichkeit, ihr LinkedIn-Profil öffentlich verifizieren zu lassen. Das Verifizierungsabzeichen signalisiert Vertrauenswürdigkeit. Die folgende Abbildung zeigt, wie es aussieht:

Beispiel für die Verifizierung eines LinkedIn-Profils im Profil einer Führungskraft bei LinkedIn

So wird eine verifizierte geschäftliche E-Mail-Adresse direkt in Ihrem Profil angezeigt.

Die neue Verifizierung von LinkedIn-Profilen unterscheidet sich in einigen Punkten von der Verifizierung durch Vorlage eines amtlichen Ausweisdokuments, mit der sich der Zugriff auf ein eingeschränktes Konto wiederherstellen lässt. Sehen wir uns diese Unterschiede genauer an.

Das Wichtigste

  • LinkedIn bietet drei Möglichkeiten, die Echtheit eines Kontos nachzuweisen: per SMS-Code bei der Registrierung, durch Vorlage eines amtlichen Ausweisdokuments zur Wiederherstellung des Zugriffs auf ein eingeschränktes Konto und durch eine freiwillige Verifizierung. Nur die letzte Methode führt zu einem sichtbaren Verifizierungsabzeichen.
  • Eine Möglichkeit, freiwillig die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Unternehmen nachzuweisen, ist die Verifizierung der geschäftlichen E-Mail-Adresse.
  • Einige Nutzer können die Verifizierung über CLEAR durchführen.
  • Durch die Zusammenarbeit mit Microsoft kann LinkedIn seinen Nutzern kostenlosen Zugang zu digitalen Nachweisen ihrer Unternehmenszugehörigkeit bieten.
  • Nach erfolgreichem Abschluss des Verifizierungsprozesses ist das Verifizierungsabzeichen für alle sichtbar, die Ihr Profil aufrufen. Es befindet sich unter den Schaltflächen „Connect“ und „Message“.

So verifizieren Sie ein LinkedIn-Konto

  1. Bestimmen Sie die gewünschte Verifizierungsart: Einzelheiten und Unterschiede zwischen den Verifizierungsarten finden Sie im verlinkten LinkedIn-Hilfebereich.

Tipp: Wenn Sie Zugriff auf eine geschäftliche E-Mail-Adresse haben oder einem Unternehmen angehören, das die Verifizierung unterstützt, empfiehlt es sich, mit dieser Option zu beginnen.

  1. Rufen Sie den Verifizierungsbereich auf: Melden Sie sich bei Ihrem LinkedIn-Konto an und rufen Sie den entsprechenden Verifizierungsbereich auf. Öffnen Sie dazu Ihr Profil und klicken Sie auf „Me“. Wählen Sie anschließend „About this profile“. Dort finden Sie die in Ihrer Region verfügbaren Optionen zur Verifizierung Ihres Profils.

So verifizieren Sie ein LinkedIn-Konto über Ihr Profil

Öffnen Sie für die Verifizierung Ihre Profileinstellungen. Dort werden Ihnen die verfügbaren Optionen angezeigt.

  1. Befolgen Sie die Anweisungen für die gewählte Bestätigungsmethode: Je nach Verifizierungsdienst beziehungsweise E-Mail-Bestätigung gelten unterschiedliche Schritte.

CLEAR

  • Diese Art des Nachweises ist nur in mobilen Apps verfügbar. Daher müssen Sie Ihr Profil über die App aufrufen.
  • Für die Bestätigung benötigen Sie Ihr Ausweisdokument und Ihre Telefonnummer. Falls Sie bereits ein CLEAR-Konto haben, können Sie dieses verwenden.
  • Wenn Sie kein CLEAR-Konto haben, erhalten Sie durch die Registrierung mit Ihrer E-Mail-Adresse und Telefonnummer ein kostenloses Konto.
  • Fotografieren Sie sich selbst und Ihr Ausweisdokument gemäß den angezeigten Vorgaben. Sie können Ihr LinkedIn-Konto auch ohne Führerschein verifizieren, da dieser neben einem Reisepass oder einem anderen amtlichen Ausweisdokument nur eine der möglichen Dokumentarten ist.
  • Wenn der übermittelte Name mit dem Namen in Ihrem LinkedIn-Profil übereinstimmt und der Fotoabgleich erfolgreich ist, erhalten Sie ein Verifizierungsabzeichen.

Sollten Schwierigkeiten auftreten, lesen Sie den Hilfeleitfaden.

So verifizieren Sie Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse

Dies ist nur mit einer geschäftlichen E-Mail-Adresse unter der offiziellen Unternehmensdomain möglich. Die Bestätigung erfolgt erst, nachdem Sie den Code über Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse erhalten und bei LinkedIn eingegeben haben. Ist diese Verifizierung noch nicht verfügbar, kann das Verifizierungsabzeichen erscheinen, sobald LinkedIn Ihr Unternehmen unterstützt.

Sollten Probleme auftreten, lesen Sie diesen Leitfaden.

So verifizieren Sie Ihre Unternehmenszugehörigkeit

Dieser Vorgang kann ebenfalls nur über die App abgeschlossen werden. Damit Sie diese Option nutzen können, muss Ihr Unternehmen die Funktion möglicherweise konfigurieren. Das Unternehmen entscheidet selbst, welche Schritte Beschäftigte für den Nachweis ausführen müssen. Der beim Verifizierungsdienst hinterlegte Unternehmensname muss in Sprache und Schreibweise exakt mit dem Unternehmensnamen in Ihrem Profil übereinstimmen.

Sobald alles vorbereitet ist, können Sie Ihre Daten an LinkedIn übermitteln. Anschließend wird das Verifizierungsabzeichen in Ihrem Profil angezeigt.

Sollten Probleme auftreten, lesen Sie den Hilfeleitfaden.

So erhalten Sie ein Verifizierungsabzeichen auf LinkedIn

Für ein sichtbares Verifizierungsabzeichen müssen Sie entweder Ihre Identität – nur in den USA und Indien –, Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse oder Ihre Unternehmenszugehörigkeit – für ausgewählte Unternehmen über Microsoft Entra – bestätigen. Wenn Ihnen eine dieser Verifizierungsoptionen zur Verfügung steht, erhalten Sie ein sichtbares Verifizierungsabzeichen in Ihrem Profil.

Das LinkedIn-Verifizierungsabzeichen ist nur direkt im Profil sichtbar und wird nicht auf der Suchergebnisseite angezeigt. Außerdem gibt es dafür keinen Filter. Da LinkedIn diese Funktion erst vor Kurzem eingeführt hat, ist ihr Funktionsumfang derzeit noch begrenzt.

So erhalten Sie ein Verifizierungsabzeichen auf LinkedIn

Ihr Verifizierungsabzeichen ist nur direkt in Ihrem Profil sichtbar und wird nicht in den Suchergebnissen angezeigt.

So verifizieren Sie ein eingeschränktes LinkedIn-Konto

Warum verlangt LinkedIn eine Identitätsverifizierung? Diese Vorsichtsmaßnahme dient dazu, Betrug zu bekämpfen und ein sicheres, vertrauenswürdiges Umfeld zu schaffen.

Wenn LinkedIn einen Identitätsnachweis verlangt, läuft der Vorgang üblicherweise wie folgt ab:

  1. Sie müssen dem Support-Team Ihr Ausweisdokument vorlegen. Fotografieren Sie das Dokument gut lesbar und laden Sie die Bilder hoch (1–2 Fotos). Nach dem Hochladen erhalten Sie zeitnah eine Benachrichtigung, dass Ihr Ausweisdokument geprüft wird.
  2. Sie können innerhalb von 3–5 Tagen mit einer Antwort rechnen. Die Verifizierung wird üblicherweise innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen, wobei verschiedene Ergebnisse möglich sind. Folgende Szenarien können eintreten:
  • Ihr Ausweisdokument wird als Identitätsnachweis anerkannt und Sie erhalten wieder vollständigen Zugriff auf Ihr Profil. Stellt das Support-Team jedoch fest, dass Sie gegen die LinkedIn-Richtlinien verstoßen haben, kann Ihr Konto dauerhaft gesperrt werden.
  • Wenn das Support-Team den Verdacht hat, dass Sie die Identität einer anderen Person vortäuschen oder eine falsche Identität verwenden, kann das betreffende Profil umgehend gesperrt werden.
  • Stimmt das in Ihrem Profil angegebene Land nicht mit dem anhand Ihrer IP-Adresse ermittelten Standort überein, werden Sie möglicherweise aufgefordert, die Orts- beziehungsweise Länderangabe in Ihrem Profil an Ihren tatsächlichen Wohnsitz anzupassen, damit der Zugriff auf Ihr Konto wiederhergestellt werden kann.

Ein Verstoß gegen die Regeln kann schwerwiegende Folgen wie die dauerhafte Sperrung des Kontos haben. Daher ist es wichtig, dass Nutzer sämtliche Bestimmungen einhalten, um ihre Konten zu schützen.

Weitere Einzelheiten finden Sie in diesem LinkedIn-Beitrag.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Federal Trade Commission gehören Betrugsmaschen durch Identitätsvortäuschung zu den fünf am häufigsten gemeldeten Betrugsarten, den sogenannten „Fraudulent Five“. Innerhalb dieser Gruppe verzeichnen sie die meisten gemeldeten Fälle. Bei diesen Betrugsmaschen gibt sich jemand als eine andere Person aus und setzt Täuschungsmethoden ein, um Opfer auszunutzen und an persönliche Daten oder finanzielle Mittel zu gelangen. Das Verifizierungsabzeichen gibt anderen die Gewissheit, dass Ihr Profil tatsächlich zu Ihnen gehört. Dadurch fällt es ihnen leichter, Ihrer Online-Präsenz zu vertrauen.

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