So gründen Sie Ihre Marketingstrategie auf Lügen: abschreckende Beispiele für aggressive Wettbewerbstaktiken
Kurzantwort

Auf der Jagd nach Kunden und Umsatz greifen Unternehmen bisweilen auf fragwürdige Methoden zurück, um ihre Produkte zu vermarkten. Im Folgenden lesen Sie einen Leitfaden dazu, wie Sie Kunden gewinnen, indem Sie sie belügen. Diese Strategie mag attraktiv erscheinen, wenn Sie ein Produkt in einem etablierten Markt einführen möchten, in dem bereits einige Marktführer hervorstechen und die größten Marktanteile auf sich vereinen. Ein Beispiel dafür ist Linked Helper, ein führender Anbieter auf dem Markt für LinkedIn-Automatisierung.

Mit einem so leistungsstarken, sicheren und angesehenen Automatisierungstool für Aktivitäten auf LinkedIn wie Linked Helper zu konkurrieren, kann schwierig sein. Das gilt besonders, wenn das Tool das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und schnellen Support bietet und viel in die Entwicklung technisch sicherer Software investiert hat. Das Unternehmen verfügt über einen treuen Kundenstamm, hat mehrere Auseinandersetzungen mit LinkedIn überstanden und beabsichtigt nicht, in absehbarer Zeit Marktanteile in einem fairen Wettbewerb abzugeben. Das Schlüsselwort lautet hier FAIR.

Wenn Sie diese kleine Komplikation jedoch beiseiteschieben, stehen Ihnen bestimmte Techniken zur Verfügung …

Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie bereit sind zu verlieren

#1 – Erzählen Sie Ihren Websitebesuchern, dass Sie mehr Supportkanäle als Linked Helper anbieten

Vergessen Sie nicht zu erwähnen, dass Sie schneller antworten und rund um die Uhr Support bieten. Natürlich werden Anfragen, die am Wochenende über Ihren Live-Chat eingehen, bis Montag aufgeschoben, während der Live-Chat von Linked Helper tatsächlich rund um die Uhr erreichbar ist. Das ist doch nicht weiter schlimm, oder? Wer prüft das schließlich schon vor dem Kauf?

Der Support von Meet Alfred antwortete uns an einem Sonntag nicht

Der Support von Meet Alfred antwortete uns an einem Sonntag nicht, obwohl mit einem rund um die Uhr erreichbaren Support geworben wurde

Stellen Sie Linked Helper an einem Sonntag eine Frage, und Sie erhalten innerhalb von 30 Minuten, häufig sogar schneller, eine Antwort:

Der Live-Chat von Linked Helper antwortet innerhalb von 30 Minuten

Der Live-Chat von Linked Helper antwortet innerhalb von 30 Minuten, häufig sogar schneller – auch am Wochenende

#2 – Verschwenden Sie keine Zeit damit, ein klares Alleinstellungsmerkmal oder besondere Produktfunktionen zu entwickeln

Wenn Ihren Kunden vor allem die sichere Automatisierung von Aktivitäten auf LinkedIn wichtig ist, genügt es, Ihren Wettbewerber als „das gefährlichste Automatisierungstool“ zu bezeichnen. Behaupten Sie, er „hinterlasse offensichtliche Spuren, die LinkedIn leicht erkennen könne“, obwohl Linked Helper tatsächlich wie ein Mensch auf Schaltflächen klickt und sich in einem Browser wie ein menschlicher Nutzer verhält, wodurch die Automatisierung für LinkedIn schwerer zu erkennen ist.

Auch die Behauptungen, Ihr Wettbewerber verfüge „über keinerlei Schutzmaßnahmen“ und „weise […] nicht auf riskantes Verhalten hin“, klingen überzeugend.

Waalaxy bezeichnet Linked Helper als „gefährliches Tool“

Tatsächlich gilt in Linked Helper standardmäßig eine Obergrenze von 150 Aktionen pro Tag und Konto. Wenn Sie versuchen, die Limits für bestimmte Aktionen zu erhöhen, wird Ihnen ein deutlicher Warnhinweis angezeigt. Nutzer können die Gesamtzahl der täglichen Aktionen zwar sogar auf astronomische 1.000 erhöhen – allerdings nur, weil bestimmte Aktionen, etwa das Senden von Profilen an Webhooks, nicht als Aktivität auf Ihrem LinkedIn-Konto zählen.

Das standardmäßige 24-Stunden-Aktivitätslimit in Linked Helper

Das standardmäßige 24-Stunden-Aktivitätslimit in Linked Helper soll die tägliche Aktivität Ihres Kontos begrenzen.

Aber nochmals: Wen kümmert das? Falschaussagen mit drastischen Formulierungen wie „am gefährlichsten“ werden Ihre Kunden so sehr verunsichern, dass sie Ihnen statt Linked Helper vertrauen.

Linked Helper warnt Sie, wenn Sie versuchen, zu viele tägliche Aktionen festzulegen

Linked Helper warnt Sie, wenn Sie versuchen, zu viele tägliche Aktionen festzulegen.

#3 – Verbergen Sie Ihre eigenen Schwächen

Wenn Sie das Produkt Ihres Wettbewerbers als „gefährlich“ und „unsicher“ bezeichnen, lenken Sie die Aufmerksamkeit der Kunden von den Sicherheitsmängeln Ihres eigenen Tools ab. Die meisten Menschen wissen nicht genau, wie verschiedene Anwendungen funktionieren, und kennen den technischen Unterschied zwischen einer Erweiterung und einem eigenständigen Programm nicht. Warum also nicht die angebliche Sicherheit Ihres Tools als Werbeargument nutzen?

Nur ein Beispiel: Behaupten Sie, Linked Helper „greife auf das DOM – also die Dokumentstruktur der LinkedIn-Seite – zu“ oder nutze „HTML-Injektionstechnologie“. Damit lenken Sie eine technisch weniger versierte Zielgruppe davon ab, zu erkennen, dass Ihr Produkt – und nicht Linked Helper – auf diese Weise arbeitet. Linked Helper bleibt unterdessen die sicherste Lösung, die weder auf die API zugreift noch Code-Injektionstechniken verwendet.

Waalaxy führt Kunden darüber in die Irre, wie Linked Helper funktioniert.

#4 – Profitieren Sie vom starken Markennamen Ihres Wettbewerbers

Als Linked Helper auf den Markt kam, war die Nische noch relativ neu. Einige Anbieter gab es damals jedoch bereits. Linked Helper gelang es, seinen Kundenstamm schnell auszubauen – von null auf mehr als 70.000 Downloads im ersten Jahr – und zur bestbewerteten Chrome-Erweiterung zu werden, ohne andere Tools zu kritisieren. Seitdem hat Linked Helper eine große internationale Nutzerbasis aufgebaut und weltweite Bekanntheit erlangt. Dafür haben wir kontinuierlich neue Funktionen entwickelt und das Nutzungserlebnis verbessert. Als neue Tools für die Automatisierung von Aktivitäten auf LinkedIn aufkamen, motivierte uns das, noch intensiver zu arbeiten. In mancher Hinsicht waren unsere neuen Wettbewerber uns voraus. So haben wir ihre Vorteile gegenüber Linked Helper bei Kriterien wie „Einfachheit der Benutzeroberfläche“ und „cloudbasiert“ stets anerkannt. Dieser Weg war für uns keineswegs einfach oder schnell.

Doch was ist, wenn Sie nicht jahrelang warten möchten und eine Abkürzung suchen?

Nehmen Sie einfach all jene Google-Nutzer ins Visier, die nach Linked Helper suchen, und werben Sie sie ab! Erwähnen Sie Linked Helper immer dann, wenn Sie Inhalte für Ihre FAQ schreiben, eine Seite mit Preisplänen erstellen oder einen neuen Artikel für Ihren Blog verfassen.

Erwähnung von Linked Helper in den neuesten Artikeln

Erwähnung von Linked Helper in den neuesten Artikeln, um in den Suchergebnissen weiter oben zu erscheinen.

So erreichen Sie mehr Websitebesucher und vermitteln ihnen, Linked Helper sei „veraltet“, „unsicher“ und „gefährlich“. Denken Sie daran: In diesem Szenario gründen wir unsere Marketingstrategie auf Lügen. Sie müssen also weder prüfen noch wahrheitsgemäß darstellen, wozu Linked Helper tatsächlich in der Lage ist.

#5 – Erstellen Sie falsche Produktvergleiche

Eine weitere hervorragende Möglichkeit, Ihr Produkt zu vermarkten, ist eine Vergleichstabelle, in der Sie behaupten, über Funktionen zu verfügen, die Ihr Wettbewerber nicht anbietet. Kunden werden Ihnen in der Regel dankbar sein, dass Sie ihnen die Arbeit abgenommen haben und ihnen so die Wahl zwischen den vielen Alternativen erleichtern. Wenn Sie lediglich die Stärken des Wettbewerbsprodukts verschweigen, ist das nur halb so überzeugend wie die Behauptung, einige seiner Funktionen existierten überhaupt nicht. Behaupten Sie also ruhig, Ihr Wettbewerber verfüge nicht über bestimmte Funktionen. Prüfen Sie anschließend bloß nicht regelmäßig, ob sich inzwischen etwas geändert hat.

So könnten Sie beispielsweise in einer veralteten Vergleichstabelle behaupten, Linked Helper verfüge noch immer nicht über:

… zufällig variierte Verzögerungen zwischen Aktionen

… CRM-/Zapier-Integration

… Kampagnenmanagement

… eine Statistikübersicht

… eine dedizierte IP-Adresse für jedes Konto

und weitere Funktionen, über die wir inzwischen tatsächlich verfügen. Das ist eine Lüge. Sie könnte Ihnen jedoch nützen, wenn Kunden nicht selbst nachprüfen.

Falscher Vergleich von ProspectIn

Der falsche Vergleich von ProspectIn lässt Linked Helper wie die schlechtere Wahl erscheinen.

Eine zweiminütige Suche im Help Center von Linked Helper mit Schlüsselwörtern wie „A/B testing“ und „Statistics“ liefert verständliche Anleitungen, die belegen, dass Linked Helper alles bietet, was für eine reibungslose Automatisierung von Aktivitäten auf LinkedIn erforderlich ist:

https://linkedhelper.zendesk.com/hc/en-us/articles/360019349660-How-to-duplicate-a-campaign-in-Linked-Helper-2 (über das Schlüsselwort „A/B testing“ auffindbar)

https://linkedhelper.zendesk.com/hc/en-us/articles/360017491719-Dashboard-menu (über das Schlüsselwort „Statistics“ auffindbar).

Was Sie tun können, wenn Sie Opfer unlauterer Wettbewerbspraktiken geworden sind

Im Ernst: Keine der oben beschriebenen Vorgehensweisen eignet sich für eine seriöse Produktvermarktung. Sie mag Ihnen kurzfristige Gewinne einbringen, der Rufschaden kann jedoch langfristig bestehen bleiben.

An Produktvergleichen an sich ist ebenso wenig etwas auszusetzen wie daran, den starken Markennamen eines Wettbewerbers zu nutzen, um in der Google-Suche weiter oben zu erscheinen. Werbung gezielt auf die Zielgruppen Ihrer Wettbewerber auszurichten, ist seit Langem eine legitime Werbemethode. Dies kann verschiedene Formen annehmen. In der kontextbezogenen Werbung werden beispielsweise Nutzer angesprochen, die bei Google nach den Marken von Wettbewerbern suchen. Displaywerbung im Google Display Network (GDN) richtet sich an Personen, die Websites von Wettbewerbern besuchen. Bei Außenwerbung bedeutet dies, eine Werbetafel in der Nähe des Büros oder der Verkaufsstellen Ihres Wettbewerbers aufzustellen – viele Ihrer potenziellen Käufer suchen diese Orte auf, und Sie können sie mit einem vorteilhafteren Angebot ansprechen. Diese Methode wird häufig von Verbrauchermärkten, Einkaufszentren und Autowerkstätten eingesetzt.

Der Teufel steckt jedoch im Detail. Dieses Vorgehen ist legitim, solange Sie keine offenkundig falschen Aussagen über das Produkt Ihres Wettbewerbers verbreiten.

Zunächst einmal verstößt es in den meisten Ländern gegen das Handels- und Wettbewerbsrecht, Kunden über Produkteigenschaften in die Irre zu führen. So setzt sich die Federal Trade Commission in den Vereinigten Staaten dafür ein, „unlautere Wettbewerbsmethoden sowie unlautere oder irreführende Handlungen oder Praktiken im Handel oder mit Auswirkungen auf den Handel zu verhindern“.

Was tun Sie, wenn Sie feststellen, dass jemand öffentlich über Ihr Produkt lügt? Vielleicht hilft Ihnen unsere Erfahrung im Umgang damit weiter.

#1 – Sammeln Sie Daten

Erstellen Sie zunächst eine Liste aller Falschbehauptungen, deren öffentliche Verbreitung beendet werden sollte. Finden Sie heraus, wer Lügen über Ihr Produkt verbreitet. Untersuchen Sie die betreffende Website gründlich: Prüfen Sie den FAQ-Bereich, die Produktvergleichsseiten und den Blog – und listen Sie alle unzutreffenden oder falschen Aussagen über Ihr Produkt auf.

Bewerten Sie anschließend, welche Behauptungen als Rechtsverstoß gelten könnten oder sich leicht als falsch nachweisen lassen. Bestimmte Aussagen können, auch wenn sie Ihnen nicht gefallen, lediglich den Standpunkt einer Person wiedergeben – daher ist es schwierig, jemanden dafür zur Verantwortung zu ziehen.

#2 – Versuchen Sie zunächst, die Angelegenheit einvernehmlich zu klären

Bevor Sie die Angelegenheit vor Gericht bringen, sollten Sie den wichtigsten Entscheidungsträgern – meist dem CEO – des Unternehmens, das die Lügen verbreitet, eine E-Mail senden. Die Unternehmensleitung ist möglicherweise in sozialen Netzwerken und einschlägigen Business-Gruppen aktiv.

Zeigen Sie den Verantwortlichen, was Sie gefunden haben, und fordern Sie sie auf, die falschen Informationen über Ihr Produkt zu entfernen. Die meisten Unternehmen würden die Angelegenheit lieber friedlich lösen, als vor Gericht gezogen zu werden. Wenn Sie bei diesem Schritt jedoch wie wir keinen Erfolg haben, sollten Sie formelle rechtliche Schritte einleiten.

#3 – Verfassen Sie eine Unterlassungsaufforderung

Der nächste Schritt besteht darin, im Namen eines Unternehmensinhabers oder einer hochrangigen Führungskraft eine Unterlassungsaufforderung zu verfassen. Bitten Sie einen Rechtsanwalt um Unterstützung oder suchen Sie im Internet nach Beispielen. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie bereits die E-Mail-Adressen und Kontaktdaten der Unternehmensleitung ermittelt haben.

Listen Sie alle gefundenen Falschbehauptungen auf und legen Sie nach Möglichkeit Ihre Beweise vor. Wir haben jeden einzelnen Punkt mit einem öffentlich zugänglichen Artikel aus unserem Help Center belegt, der die jeweilige Lüge widerlegt.

Im besten Fall entfernt Ihr Wettbewerber nach Erhalt des Schreibens die falschen Informationen oder aktualisiert seine Inhalte, damit sie den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.

Legen Sie zu jeder Falschbehauptung Beweise vor

Legen Sie zu jeder Falschbehauptung Ihrer Wettbewerber Beweise vor.

#4 – Veröffentlichen Sie eine eigene Gegendarstellung

Im ungünstigsten Fall bleibt Ihnen als letztes Mittel möglicherweise nur, Ihren Wettbewerber zu verklagen. Doch bevor Sie das tun: Warum sollten Sie nicht auch Ihren Blog als Waffe einsetzen?

Nachdem der erste Schock über die derart unverhohlenen Lügen über unser Produkt abgeklungen war, verfassten wir eine ausführliche Stellungnahme zur Verteidigung von Linked Helper. Wir erklärten detailliert, warum Linked Helper entgegen den Behauptungen sicher verwendet werden kann, während das andere Produkt erhebliche Sicherheitsmängel aufweist:

https://medium.com/linked-helper/waalaxy-is-extremely-dangerous-for-your-linkedin-account-944919183107

Sind Klagen wegen irreführender Werbung jemals erfolgreich?

Einige erfolgreiche Beispiele zeigen: Ja, das sind sie. Rechtsstreitigkeiten wegen irreführender Kennzeichnung, Verleumdung oder unlauteren Wettbewerbs können äußerst belastend sein. Bestimmte Unternehmen, die irreführende Werbung betrieben oder über das Produkt eines Wettbewerbers gelogen haben, wurden jedoch zur Verantwortung gezogen. Im Fall CrossFit, Inc. v. National Strength and Conditioning Association aus dem Jahr 2016 verklagte die Klägerin CrossFit Inc. die NSCA wegen unbelegter Behauptungen über hohe Verletzungsraten bei Sportlern, die nach CrossFit-Programmen trainierten. Das Gericht entschied zugunsten der Klägerin und verurteilte die NSCA zur Zahlung einer Sanktion in Höhe von 3.997.868,66 US-Dollar.

Solche Falschbehauptungen können also auf ihren Urheber zurückfallen. Wenn Sie weiterhin nicht wissen, wie Linked Helper funktioniert, empfehlen wir Ihnen, die Seite aufzurufen und sich gründlich mit den wichtigsten Funktionen vertraut zu machen. Vergessen Sie außerdem nicht, das Tool herunterzuladen und auf Ihrem Computer zu installieren. Nachdem Sie das Tool einige Stunden genutzt haben, werden Sie genau verstehen, wie es funktioniert.

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