So scrapen Sie LinkedIn-Daten im Jahr 2026 sicher und regelkonform
Wordless 3D illustration of profile data flowing through a CRM database protected by a security shield
Kurzantwort

Welche Methode sich am besten zum Scrapen von LinkedIn-Daten eignet, hängt davon ab, welche Daten Sie benötigen und in welchem Umfang Sie diese erfassen möchten. Für die meisten Vertriebs- und Recruitingteams ist Linked Helper die praktikabelste Option, da das Tool Profilerfassung, Anreicherung, Filterung und CRM-Export in einem Workflow kombiniert.

Die Anwendung läuft lokal auf Ihrem Computer oder VPS, sodass die LinkedIn-Sitzung in einer von Ihnen kontrollierten Umgebung bleibt. LinkedIn untersagt jedoch nicht autorisiertes Scraping und nicht autorisierte Automatisierung. Daher bestehen weiterhin Konto- und Vertragsrisiken.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • LinkedIn-Scraping bezeichnet das systematische Erfassen strukturierter Daten wie Namen, Berufsbezeichnungen, E-Mail-Adressen und Unternehmensinformationen aus mehreren Profilen.
  • Linked Helper kann Leads aus etwa 20 Quellen erfassen, darunter die LinkedIn-Suche, Sales Navigator, Recruiter, Gruppen, Veranstaltungen, LinkedIn-Unternehmensseiten und CSV-Dateien.
  • Das Tool kombiniert Profilerfassung, die Anreicherung um E-Mail-Adressen, Deduplizierung, AI-gestützte ICP-Erkennung und CRM-Export in einem Workflow.
  • Durch Datenanreicherung lassen sich verfügbare Profil- oder Kontaktdaten abrufen, ohne jedes LinkedIn-Profil öffnen zu müssen.
  • Die Nutzungsvereinbarung von LinkedIn untersagt nicht autorisiertes Scraping und nicht autorisierte Automatisierung. Ihr Wortlaut kann auch das manuelle Kopieren großer Datenmengen umfassen.
  • Das tatsächliche Kontorisiko hängt hauptsächlich vom Umfang, von der Geschwindigkeit, von wiederkehrenden Aktivitätsmustern und davon ab, wie sehr der Workflow dem gewöhnlichen Nutzungsverhalten ähnelt.

Was Sie nach diesem Leitfaden tun können

LinkedIn hat 1,3 Milliarden Mitglieder und mehr als 70 Millionen Unternehmen in über 200 Ländern. Dadurch steht eine enorme Menge an Daten zu Berufsbezeichnungen, Unternehmen, beruflichen Werdegängen und Einstellungsaktivitäten zur Verfügung. Diese Größenordnung macht LinkedIn-Daten für Vertriebs-, Recruiting- und Marktforschungsteams wertvoll.

Wer schon einmal LinkedIn-Daten von Hand erfasst hat, kennt das Problem: Diese Vorgehensweise lässt sich nicht skalieren. Falls Sie diese Erfahrung noch nicht selbst gemacht haben, können Sie sich den Umweg sparen und von Anfang an einen automatisierten Prozess aufbauen.

Genau dabei hilft Ihnen diese Anleitung. Sie zeigt, wie Sie LinkedIn-Daten scrapen – von der ersten Suche bis zu einer bereinigten Liste in Ihrem CRM. Wenn Sie zunächst Ihre Optionen vergleichen möchten, lesen Sie unseren Leitfaden zu den besten LinkedIn-Automatisierungstools.

Hier erfahren Sie, wie Sie:

  • die richtigen Profil- und Unternehmensdaten auswählen
  • diese mit Linked Helper erfassen
  • fehlerhafte und doppelte Datensätze entfernen
  • geschäftliche E-Mail-Adressen finden
  • die fertige Liste in Ihr CRM exportieren
  • sinnvolle Tageslimits festlegen
  • Fehler vermeiden, die zu Einschränkungen führen.

Was gilt auf LinkedIn als „Scraping“?

LinkedIn-Scraping ist das automatisierte Erfassen von Profil-, Unternehmens-, Such- oder Kontaktdaten in einem strukturierten Datensatz. Software führt diesen Prozess systematisch und in erheblich größerem Umfang aus als eine manuelle Recherche.

Die erfassten Daten können anschließend angereichert und in ein CRM oder eine Sales-Engagement-Plattform exportiert beziehungsweise in einer Tabelle gespeichert werden. Tools wie Linked Helper überführen diesen Prozess in einen wiederholbaren Workflow.

Darauf gibt es keine allgemeingültige Ja-oder-Nein-Antwort. Häufig werden drei verschiedene Fragen miteinander vermischt:

  • Verstößt Scraping gegen die Nutzungsvereinbarung von LinkedIn?
  • Kann die Plattform ein Konto einschränken, das gegen ihre Regeln verstößt?
  • Ist das Scrapen von LinkedIn-Daten nach den geltenden Gesetzen legal?

Diese drei Fragen müssen getrennt voneinander betrachtet werden.

Beginnen wir mit LinkedIn selbst. Die Nutzungsvereinbarung der Plattform untersagt den Einsatz von Software, Skripten, Bots, Browsererweiterungen oder vergleichbaren Technologien, um Profile und andere LinkedIn-Daten zu scrapen oder zu kopieren. Außerdem untersagt sie nicht autorisierte automatisierte Zugriffe und Versuche, technische Beschränkungen zu umgehen. Wenn LinkedIn davon ausgeht, dass ein Konto gegen diese Regeln verstößt, kann die Plattform es vorübergehend einschränken oder sogar schließen.

Damit ist die rechtliche Frage jedoch nicht automatisch beantwortet.

In den Vereinigten Staaten beziehen sich Rechtsstreitigkeiten über Scraping häufig auf den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA). Im Verfahren hiQ Labs v. LinkedIn stellte der Ninth Circuit fest, dass das Erfassen von Daten aus öffentlich zugänglichen LinkedIn-Profilen wahrscheinlich nicht als Zugriff „ohne Autorisierung“ einzustufen sei – eine wesentliche Voraussetzung für die Haftung nach dem CFAA.

Obwohl Van Buren v. United States kein Scraping-Fall war, legte auch der Supreme Court den CFAA eng aus. Das Gericht entschied, dass eine Person nicht allein deshalb „autorisierte Zugriffsrechte überschreitet“, weil sie Informationen zu einem unzulässigen Zweck verwendet, sofern sie grundsätzlich auf den betreffenden Systembereich zugreifen durfte.

Keines der beiden Urteile begründete ein allgemeines Recht auf Scraping. Je nachdem, wie auf die Daten zugegriffen wird und wie sie verwendet werden, können weiterhin das Vertragsrecht, Datenschutzrecht, Urheberrecht und andere geltende Gesetze maßgeblich sein.

Im weiteren Verlauf dieses Leitfadens konzentrieren wir uns auf Aspekte, die Sie beeinflussen können: die Regeln von LinkedIn verstehen, nur tatsächlich benötigte Daten erfassen und verantwortungsvoll damit umgehen.

Schritt 1: Entscheiden Sie, welche Daten Sie tatsächlich benötigen

Bevor Sie Daten scrapen, sollten Sie festlegen, welchem Zweck sie bei Ihrer B2B-Leadgenerierung dienen. In diesem Leitfaden verwenden wir Linked Helper, ein Desktop-Automatisierungstool für Aktivitäten auf LinkedIn. Es kann Leaddaten erfassen und dieselben Profile anschließend in Kampagnen zur Kontaktaufnahme verwenden. Für eine erste Kontaktaufnahme benötigen Sie normalerweise deutlich weniger als ein vollständiges Profil.

  • Grundlegende Leaddaten. Linked Helper kann Leads aus der regulären LinkedIn-Suche, Sales Navigator oder Recruiter erfassen. In dieser Phase können Sie Namen, Profil-URLs, Überschriften sowie alle Positions- oder Unternehmensdaten übernehmen, die LinkedIn in den Suchergebnissen anzeigt. Sales Navigator und Recruiter stellen diese Felder üblicherweise konsistenter bereit als die reguläre LinkedIn-Suche. Beim Erfassen von Leads aus der regulären LinkedIn-Suche kann Linked Helper außerdem die Badges „Hiring“ und „Open to Work“ erkennen, ohne einzelne Profile aufzurufen.
  • Kontaktdaten. Bei Kontakten ersten Grades kann die Aktion „Visit & Extract Profiles“ sichtbare E-Mail-Adressen und gelegentlich Telefonnummern abrufen. Bei Profilen zweiten und dritten Grades ist die Datenanreicherung normalerweise die bessere Option. Profilbesuche verbrauchen keine Credits, erzeugen jedoch mehr Aktivitäten auf LinkedIn. Bei der Anreicherung entfällt der Profilbesuch; stattdessen werden Credits eingesetzt.
  • Vollständige Profildaten. Berufliche Werdegänge und Aktivitätsdaten erfordern ein tiefergehendes Scraping und bieten bei einer ersten Kontaktaufnahme in der Regel nur geringen Mehrwert.

Hinweis: Die meisten Aktionen von Linked Helper erfassen standardmäßig keine Kontaktdaten oder weiterführenden Profilfelder, sofern Sie nicht ausdrücklich einen Schritt für Profilbesuche oder Datenanreicherung hinzufügen.

Schritt 2: Wählen Sie eine Scraping-Methode, die zu Ihrer Risikobereitschaft passt

Wenn Sie entscheiden möchten, wie Sie LinkedIn-Daten scrapen, sollte sich die Methode nach dem Umfang der Aufgabe und dem Kontorisiko richten, das Ihr Team zu tragen bereit ist.

Wir geben Ihnen hier zunächst einen kurzen Überblick über die einzelnen Methoden. Eine ausführlichere Aufschlüsselung finden Sie in unserem Leitfaden zu LinkedIn-Scrapern.

MethodeAm besten geeignet fürWas Ihr Team übernehmen muss
Manuelles Kopieren und EinfügenGründer, Berater oder kleine Teams, die eine überschaubare Zielfirmenliste recherchierenFast keine Einrichtung, aber ein hoher manueller Aufwand. Bei größeren Datenmengen fällt auch manuelles Scraping unter die Einschränkungen von LinkedIn für das Kopieren von Profildaten.
Speziell entwickelte Desktop-ToolsVertriebsteams, Agenturen und Recruiter, die jede Woche denselben Prozess ausführenEinrichtung des Tools und sinnvolle Kontolimits. Beim Ansatz von Linked Helper wird für jedes Konto eine separate Browserinstanz verwendet. Profile werden über die LinkedIn-Suche gefunden, statt Profil-URLs direkt zu laden.
Scraping mit eigenem Code oder über eine APITechnische Teams mit ungewöhnlichen Zielgruppenkriterien oder internen WorkflowsIhr Team übernimmt Entwicklung und Wartung, legt Rate Limits fest und richtet Maßnahmen zur Kontrolle des Kontorisikos ein. Direkte Skripte erfordern zusätzliche Arbeit, um normale Navigationsmuster auf LinkedIn nachzubilden.
DatenbankanreicherungTeams, die bereits über LinkedIn-Profil-URLs verfügen und Kontakt- oder Profildaten benötigen, ohne jedes Profil zu öffnenEinige Scraping-Tools bieten dies als separate Option an, beispielsweise Linked Helper mit der Aktion „Data Enrichment“: Sie stellen die Lead-URLs bereit und das Tool sucht in seiner vorhandenen Datenbank nach passenden Daten. Das spart Zeit, vermeidet zusätzliche Profilbesuche und reduziert die für LinkedIn sichtbaren Aktivitäten.

Der manuelle Export birgt das geringste Kontorisiko, da keine Automatisierung zum Einsatz kommt und der Umfang normalerweise klein ist. Spezialisierte Tools automatisieren den Prozess und sparen dadurch Zeit. Das Risiko hängt jedoch von ihrer Architektur und davon ab, wie viele Profilbesuche, Anfragen oder Nachrichten sie erzeugen.

Eigener Code lässt am wenigsten Spielraum für Fehler. Da Ihr Team die Scraping-Logik kontrolliert, muss es auch Rate Limits festlegen sowie Sitzungen, IP-Konfiguration, Wartung und Compliance verwalten. Bei der Datenbankanreicherung ist das Risiko für das LinkedIn-Konto sehr gering, da die Abfrage in der eigenen Datenbank des Anbieters erfolgt. Entscheidend sind dabei die Abdeckung und die Datenqualität, nicht die Aktivitäten auf LinkedIn.

Schritt 3: Richten Sie Linked Helper für die Extraktion von Profil- und Unternehmensdaten ein

Nachdem Sie die benötigten Daten, den Umfang und die Risiken geklärt haben, können Sie Linked Helper öffnen.

Erstellen Sie zunächst eine neue Kampagne.

Auswahl der Kampagnenvorlage in Linked Helper mit ausgewählter Vorlage „Visit & Extract Profiles“

Sie können die vorgefertigte Vorlage „Visit & Extract Profiles“ verwenden oder eine Kampagne erstellen, die mindestens eine manuell hinzugefügte Aktion enthält. In einer leeren Kampagne können Sie mit Linked Helper keine Leads erfassen.

Stellen Sie als Nächstes die Zielgruppe zusammen, die Sie erfassen möchten. Linked Helper kann Profile aus der regulären LinkedIn-Suche oder aus Sales Navigator abrufen, Sie sind jedoch nicht auf Suchseiten beschränkt. Es werden etwa 20 Quellen unterstützt, darunter Gruppen, Veranstaltungen, Mitarbeiterseiten von Unternehmen, Alumni-Seiten und CSV-Dateien.

Kehren Sie zur Kampagne zurück und klicken Sie auf „Collect“.

Die Profile werden in die „Queue“-Liste der Kampagne und in das CRM von Linked Helper aufgenommen. Bereits bei diesem ersten Schritt werden mehr Daten als nur Name und URL erfasst. Die reguläre Suche kann die Badges „Hiring“ und „Open to Work“ speichern. Sales Navigator und Recruiter können Position und Unternehmen bereits vor einem Profilbesuch anzeigen. Das LinkedIn-Scraping-Tool kann diese Felder außerdem strukturieren, wenn eine Überschrift einem eindeutigen Format wie „Director at Microsoft“ folgt.

Führen Sie nun die Aktion „Visit & Extract Profiles“ aus.

Dies ist der ausführlichere Durchlauf. Linked Helper öffnet Profile aus der „Queue“-Liste und füllt die detaillierten Profilfelder aus, die für Ihr Konto verfügbar sind. Außerdem werden die Statusangaben „Open Link“, „Premium“ und „Influencer“ sowie die Anzahl der Kontakte und Follower ergänzt.

Benötigen Sie auch Unternehmensdaten?

Die Aktion „Visit & Extract Profiles“ kann Daten zum aktuellen Arbeitgeber jedes Leads erfassen. Sie benötigen daher keine separate Kampagne, wenn Sie an diesen Unternehmen interessiert sind. Die Aktion „Organizations Extractor“ eignet sich besser für LinkedIn-Unternehmensseiten, die nicht mit den bereits in Ihrer „Queue“-Liste vorhandenen Leads verknüpft sind. Die resultierenden Unternehmensdatensätze können anschließend in Ihr CRM exportiert, als CSV-Datei heruntergeladen oder per Webhook übertragen werden.

Die Aktion „Employees Extractor“ funktioniert in umgekehrter Richtung. Sie beginnen mit einem Unternehmen und das Tool durchsucht nacheinander den Bereich „People“ anhand mehrerer Keywords. Auch Boolean-Abfragen wie „founder NOT CEO“ funktionieren. So können Sie das LinkedIn-Limit von 1.000 Ergebnissen umgehen und mehr als 1.000 gezielt ausgewählte Mitarbeiter eines Unternehmens erfassen.

Es gibt auch eine Möglichkeit ohne Profilbesuche. Die Aktion „Data Enrichment“ gleicht die Profil-ID mit der eigenen Datenbank von Linked Helper ab und ruft verfügbare Kontakt- oder Unternehmensdaten ab, ohne LinkedIn-Aktionen für Profilbesuche zu verbrauchen. Dies funktioniert bei allen Kontaktgraden, auch bei Profilen außerhalb Ihres Netzwerks. Außerdem können Sie ein Mindestdatum für die Datenaktualität festlegen, damit bei der Abfrage keine Daten zurückgegeben werden, die vor Jahren erfasst und nie aktualisiert wurden.

Schritt 4: Filtern und bereinigen Sie die erfassten Daten

Öffnen Sie die Unterliste „Successful“ der Aktion „Visit & Extract Profiles“. So arbeiten Sie ausschließlich mit Profilen, die erfolgreich verarbeitet wurden.

Hier sind drei Maßnahmen sinnvoll:

Filtern Sie zunächst die bereits in der Liste „Successful“ erfassten Daten. In Linked Helper können Sie nach Feldern wie der Verfügbarkeit einer E-Mail-Adresse, dem Kontaktgrad, der Anzahl der Kontakte, der erkannten Position oder dem erkannten Unternehmen, dem Status „Open Link“ und verfügbaren Badges wie „Hiring“ oder „Open to Work“ filtern.

Einige Filter verwenden „Yes“, „No“ oder „Any“. So können Sie zwischen fehlenden Daten und einem bestätigten „No“ unterscheiden. Profile lassen sich nicht direkt aus der Liste „Successful“ entfernen. Gefilterte Datensätze können jedoch zur weiteren Verarbeitung in eine andere Kampagne verschoben werden.

Sie können die Aktion „AI ICP Detection“ direkt nach „Visit & Extract Profiles“ zum Workflow hinzufügen. Linked Helper erfasst zunächst die verfügbaren Profildaten und prüft anschließend jeden Lead anhand Ihrer ICP-Beschreibung. Nur Leads, die Ihren Kriterien entsprechen, werden an die nächste Aktion weitergeleitet, beispielsweise an die Aktion „Send Person to External CRM“.

Verhindern Sie zweitens Duplikate bereits bei der Erfassung. Linked Helper prüft Profile während der Erfassung und fügt eine Person nicht erneut hinzu, wenn sie sich bereits in der „Queue“-Liste oder in der Liste der verarbeiteten Profile dieser Aktion befindet. Profile in der „Exclude“-Liste der Kampagne werden ebenfalls blockiert. Wenn sich IDs zwischen LinkedIn und Sales Navigator unterscheiden, kann Linked Helper die Datensätze später zusammenführen, sobald bei einem Profilbesuch die zusätzlichen IDs erkannt werden.

Bei Überschneidungen zwischen separaten Kampagnen kommt weiterhin „List Manager“ zum Einsatz. Das Tool kann Schnittmengen finden und übereinstimmende Profile in die „Exclude“-Liste der Zielkampagne verschieben.

Sorgen Sie drittens dafür, dass unvollständige Datensätze sichtbar bleiben. Wenn bei der Aktion „AI ICP Detection“ ein erforderliches Feld nicht gefunden wird, verschiebt Linked Helper das Profil in die Liste „Failed“, statt es unbemerkt mit fehlenden Daten weiterzuleiten. Dasselbe Prinzip ist bei der Anreicherung um E-Mail-Adressen hilfreich: Manche Abfragen liefern schlicht kein Ergebnis.

Schritt 5: So ermitteln Sie E-Mail-Adressen zu erfassten Profilen

Um E-Mail-Adressen zu LinkedIn-Profilen zu ermitteln, nutzt Linked Helper zwei Ansätze. Bei Kontakten ersten Grades erfasst das Tool während der Aktion „Visit & Extract Profiles“ sichtbare E-Mail-Adressen. Manchmal sind auch Telefonnummern verfügbar.

Bei Profilen zweiten und dritten Grades sind die Kontaktdaten auf LinkedIn verborgen. Fügen Sie daher eine separate Aktion zur E-Mail-Suche hinzu, um E-Mail-Adressen zu LinkedIn-Profilen zu ermitteln. So richten Sie die Aktion ein:

  1. Öffnen Sie den Workflow Ihrer Kampagne.
  2. Fügen Sie nach „Visit & Extract Profiles“ die Aktion „Find Profile Emails“ hinzu.
  3. Öffnen Sie die Aktionseinstellungen und wählen Sie eine E-Mail-Quelle aus.
  4. Starten Sie die Kampagne und lassen Sie Linked Helper die Profile verarbeiten.
  5. Prüfen Sie die Ergebnisse in der Liste „Successful“ oder im integrierten CRM.

Die integrierte Datenbank zur Datenanreicherung wird immer zuerst geprüft. Dabei wird die LinkedIn-Profil-ID mit bereits in der Datenbank vorhandenen Datensätzen abgeglichen, sodass für eine erfolgreiche Abfrage kein weiterer Profilaufruf auf LinkedIn erforderlich ist. Wird keine Übereinstimmung gefunden, kann Linked Helper automatisch mit Snov.io oder Apollo.io fortfahren. So sparen Sie Credits bei Drittanbietern und vermeiden zusätzliche Aktivitäten auf LinkedIn, wenn Linked Helper bereits über die Daten verfügt.

Jede von Linked Helper gefundene E-Mail-Adresse wird dem entsprechenden CRM-Datensatz hinzugefügt. Anschließend steht die E-Mail-Adresse auch in den nachfolgenden Schritten für diesen Lead zur Verfügung.

Linked Helper verfügt außerdem über 11 native Integrationen, darunter HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Close und HighLevel. Native Integrationen erfordern weder Code noch Middleware von Drittanbietern wie Zapier oder Make. Die Feldzuordnung erfolgt direkt in Linked Helper. Für andere Tools können Sie eine individuelle Integration über Webhooks einrichten.

Schritt 6: Exportieren und synchronisieren Sie die Daten mit Ihrem CRM

Für den CSV-Export öffnen Sie das integrierte CRM oder die gewünschte „Successful“-Liste. Gehen Sie anschließend wie folgt vor:

  1. Filtern Sie die Datensätze.
  2. Wählen Sie die Profile aus.
  3. Klicken Sie auf „Download“.
  4. Wählen Sie Trennzeichen, Spalten und Nachrichtenverlauf aus.
  5. Klicken Sie erneut auf „Download“, um die Datei zu speichern.

Verwenden Sie das CRM, wenn Sie eine zentrale Gesamtliste benötigen. Verwenden Sie eine „Successful“-Liste, wenn Sie nur Profile benötigen, für die eine bestimmte Aktion erfolgreich ausgeführt wurde.

Installieren Sie für die direkte Synchronisierung das Plugin „Send Person to External CRM“. Öffnen Sie Ihre Kampagne, klicken Sie nach „Find Profile Emails“ auf das Pluszeichen und wählen Sie „Send Person to External CRM“. Wählen Sie Ihr CRM aus, melden Sie sich an, genehmigen Sie die Verbindung und ordnen Sie jedes Feld von Linked Helper dem richtigen CRM-Feld zu.

Fügen Sie „LinkedIn Member ID“ und „Public ID“ als Kennungen hinzu. Sie helfen Ihrem CRM, vorhandene Kontakte zu erkennen, damit bei zukünftigen Kampagnendurchläufen seltener doppelte Datensätze erstellt werden.

Linked Helper verfügt derzeit über 11 native CRM-Integrationen. Bei diesen erfolgt die Feldzuordnung direkt in Linked Helper. Sie müssen daher weder Code schreiben noch die Daten über Zapier oder Make weiterleiten.

Für alle anderen Systeme verwenden Sie einen individuellen Webhook. Linked Helper kann Profildaten direkt an eine App senden, die eingehende Webhooks verarbeiten kann. Sie können die Daten auch über Make oder Zapier weiterleiten, wenn das Ziel eine zusätzliche Integrationsebene benötigt.

Sicherheitslimits: Wie viele Profile Sie pro Tag scrapen können

LinkedIn veröffentlicht nicht, wie viele Profile Sie pro Tag sicher erfassen, besuchen oder extrahieren können. Die Plattform warnt davor, dass ungewöhnlich viele Profilaufrufe oder automatisiertes Verhalten Warnungen, Limits oder Kontoeinschränkungen auslösen können. Daher verwenden wir konservative Limits für die LinkedIn-Automatisierung, die auf Tests und Rückmeldungen beruhen und keine von der Plattform genehmigten Grenzwerte darstellen.

Hinweis: Linked Helper unterscheidet zwischen Erfassen und Extrahieren. Das ist wichtig, wenn Sie Ihre Aktivitäten unter Berücksichtigung der LinkedIn-Tageslimits planen. Beim Erfassen werden Profile einer Kampagne hinzugefügt. Die Aktion „Visit & Extract Profiles“ öffnet jedes Profil, sodass diese Profilbesuche als Aktivität zählen.

Für Konten, die älter als ein Jahr sind:

  • Begrenzen Sie Nachrichten, Profilbesuche, Extraktionen und ähnliche Aktionen über alle Kampagnen hinweg auf 150 Aktionen pro fortlaufendem 24-Stunden-Zeitraum.
  • Standardmäßig begrenzt Linked Helper das Laden von LinkedIn-Profilen über eine URL auf 40 Profile pro 24 Stunden. Beim Import von Profilen aus einer CSV-Datei kann das Tool Profil-IDs mit seiner internen Datenbank abgleichen, um Namen zu identifizieren und die Navigation über die LinkedIn-Suche zu nutzen, statt direkte Profil-URLs zu öffnen. Sicherheitslimits sind standardmäßig aktiviert. Lassen Sie sie daher eingeschaltet.
  • Das Limit von Linked Helper für die Aktion „Load LinkedIn search results“ ist standardmäßig so eingestellt, dass der Vorgang nach 100 Suchseiten beendet wird. Bei kostenlosen LinkedIn-Konten kann das tatsächliche Tageslimit niedriger sein. Lassen Sie daher die integrierten Sicherheitslimits aktiviert, statt ein separates Limit von 200 Seiten festzulegen.

Hinweis: Linked Helper variiert die Tagessummen standardmäßig außerdem um bis zu 10 %, sodass ein Limit von 50 zu etwa 45–50 Aktionen führen kann. Nach fünf aufeinanderfolgenden Fehlern pausiert Linked Helper die betroffene Aktion für vier Stunden. Ein Pop-up zum wöchentlichen Limit für Kontaktanfragen löst eine separate dreistündige Pause aus. Auch zwischengespeicherte Profildaten werden regelmäßig aktualisiert: Positionen nach etwa 14 Tagen und Kenntnisse oder E-Mail-Adressen nach etwa 21 Tagen.

Häufige Fehler, die zu Kontoeinschränkungen führen

Da die Nutzungsvereinbarung von LinkedIn nicht autorisiertes Scraping und nicht autorisierte Automatisierung untersagt, lässt sich das Risiko durch keine Konfiguration vollständig beseitigen. In der Praxis werden Einschränkungen jedoch wahrscheinlicher, wenn mehrere Warnsignale gleichzeitig auftreten:

  • Zu schnelles Scraping. Wenn ein Konto innerhalb weniger Minuten Dutzende Profile öffnet, wirkt das nicht wie gewöhnliches Nutzungsverhalten. LinkedIn weist darauf hin, dass ungewöhnlich viele Profilaufrufe und Anzeichen für Automatisierung vorübergehende Limits auslösen können.
  • Das gemeinsame Tageslimit ignorieren. Das von Linked Helper empfohlene Limit von 150 Aktionen gilt für das gesamte Konto innerhalb eines fortlaufenden 24-Stunden-Zeitraums, einschließlich aller Kampagnen und manuellen LinkedIn-Aktivitäten. Linked Helper kann jedoch nicht jede manuell ausgeführte Aktion verfolgen oder beschränken. Berücksichtigen Sie daher Ihre eigenen Aktivitäten und halten Sie die Gesamtsumme innerhalb des empfohlenen Limits. Drei Kampagnen bedeuten nicht, dass Ihnen drei separate Limits zur Verfügung stehen.
  • Verwendung einer verdächtigen IP-Adresse. Seien Sie bei günstigen Proxys vorsichtig, da Sie möglicherweise nicht wissen, wer die IP-Adresse zuvor verwendet hat oder ob sie bereits mit Bots, Crawlern oder anderen verdächtigen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde. Linked Helper enthält eine integrierte Prüfung der Proxyqualität, die das Land der IP-Adresse, den Betrugsrisikowert und relevante Risikohinweise anzeigt, bevor Sie das LinkedIn-Konto öffnen. Wenn ein Proxy als ungeeignet gekennzeichnet ist, ist ein Austausch die sicherere Option.
  • Gleichzeitige Verwendung desselben Kontos an mehreren Orten. Linked Helper kann aktiv sein, während eine andere Person in Chrome arbeitet oder die mobile App verwendet. Diese Sitzungen überschneiden sich und führen dazu, dass das Konto in mehreren Umgebungen aktiv ist.
  • Zu hohe Aktivität bei einem neuen oder inaktiven Konto. Bei diesen Konten besteht noch keine ausreichende Aktivitätshistorie als Vergleichsbasis. Beginnen Sie unterhalb der Standardlimits und erhöhen Sie das Aktivitätsvolumen anschließend über mehrere Tage hinweg schrittweise.

Zusammen helfen Ihnen diese Schritte dabei, aus LinkedIn-Suchen bereinigte, für die Kontaktaufnahme geeignete Interessentenlisten zu erstellen, ohne unnötige Kontoaktivitäten zu verursachen.

FAQ

Ja, das Scrapen öffentlicher LinkedIn-Daten kann legal sein. In den USA stellte der Ninth Circuit fest, dass der Zugriff auf öffentliche Profile nicht unter das Verbot nicht autorisierter Zugriffe des CFAA fällt. In der EU und im Vereinigten Königreich enthalten diese Profile dennoch personenbezogene Daten, sodass die Anforderungen der DSGVO gelten. LinkedIn untersagt nicht autorisiertes Scraping unabhängig davon. Die Plattform schränkt ein Konto jedoch normalerweise nicht allein deshalb ein, weil ein LinkedIn-Scraping-Tool eingesetzt wird. Einschränkungen werden wahrscheinlicher, wenn die Aktivitäten die konservativen Limits von Linked Helper deutlich überschreiten und nicht mehr dem gewöhnlichen Nutzungsverhalten entsprechen.

Fazit

LinkedIn-Scraping ist deutlich weniger komplex, wenn der Prozess kontrolliert abläuft, die Daten vor dem Export bereinigt und gefiltert werden können und die Aktivitäten innerhalb sinnvoller Limits bleiben. Linked Helper vereint alle Schritte – von der Profilerfassung bis zur CRM-Synchronisierung – in einem Workflow, ohne das Risiko unnötig zu erhöhen.

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